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Fußball

Alles nach Plan: Deutschland siegt auch in Wales

Auch beim 2:0-Sieg gegen Wales war es nicht der ganz große Fußball-Glamour, dafür aber ein wichtiger Schritt in Richtung WM 2010. Ebenfalls positiv: Gomez schoss ein halbes Tor.

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Schuss ins Glück. Ballack bejubelt mit Gomez sein 1:0

Fußball WM Qualifikation Wales Deutschland

Spielte oft mit Köpfchen: Ballack

Schon nach elf Minuten schallte es "Auswärtssieg" durch das Stadion in Cardiff. Die deutschen Schlachtenbummler feierten im WM-Qualifikationsspiel in Wales die frühe Führung, erzielt durch Michael Ballack. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zog aus gut 30 Metern Torentfernung einfach einmal ab und traf prompt ins Schwarze – 1:0. Wie schon gegen Liechtenstein also wieder eine frühe Führung. Besser hätte die Partie für die DFB-Elf, in der Simon Rolfes für den an Grippe erkrankten Marcell Jansen auflief, nicht beginnen können.

Wie gegen Liechtenstein (4:0) blieb es am Ende aber bei der Pflicht, dem fußballerischen Sparprogramm. Kein Problem, fand Lukas Podolski: "Wichtig war heute, dass wir gewonnen haben." Etwas kritischer sah Kapitän Ballack die Leistung: "Spielerisch ist da noch viel Luft nach oben". Nach 90 Minuten stand es immerhin 2:0. Drei wichtige Punkte in der WM-Quali, aber auch nicht mehr.

Halbes Tor für Gomez

Nach dem frühen 1:0 durch Ballack kamen die nur kämpferisch guten Waliser besser ins Spiel und hätten mit etwas Glück sogar den Ausgleich erzielen können. Die DFB-Elf tat viel zu wenig. Es gab nur noch eine richtig gute Chance, die Lukas Podolski vergab (32.). Meist wurde der Ball aber viel zu lange gehalten, und auch die Laufbereitschaft ließ zu wünschen übrig. Das Beste war zur Pause das Ergebnis: 1:0.

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Tasci am Boden - Wales fordert vergeblich Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung – passend zum Spiel durch ein Eigentor. Maßgeblich beteiligt die einzige Spitze im deutschen Team: Mario Gomez, der seit einem Jahr im Nationaltrikot ohne Torerfolg ist. Der Stuttgarter eroberte an der Grundlinie den Ball und schoss scharf in die Mitte, wo ein Waliser Abwehrspieler den Fuß hinhielt und den eigenen Keeper überwand (48.). Anschließend passierte nicht mehr viel.

So dahin geplätschert

Wie schon in den letzten Partien war es mehr harte Fußball-Arbeit als Leichtigkeit und Spektakel. Deshalb war Joachim Löw auch nicht vollkommen zufrieden: "Das Spiel ist so ein bisschen vor sich hingeplätschert, wir haben oft nur den Ball laufen lassen und sind selbst nicht mehr gelaufen." Löw geht es eben nicht nur um Ergebnisse, sondern um die Art und Weise wie Fußball gespielt wird, und die gefiel zuletzt nicht.

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Bleibt weiter ohne "ganzen" Torerfolg: Stürmer Gomez

Da gab es die Testspielniederlagen gegen England und gegen Norwegen. Dann das 4:0 gegen Liechtenstein, das aber auch nicht wirklich überzeugte. Gegen Wales war der Vize-Europameister zwar erwartungsgemäß das bessere Team, aber eben auch nicht viel mehr. Am Ende sollten die Fans Recht behalten: Es gab den erhofften Auswärtssieg. Deutschland bleibt somit Gruppenerster und hat einen weiteren Schritt in Richtung Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gemacht. Wales muss dieses Ziel, wie in den letzten 50 Jahren, einmal mehr abhaken.

Im Fernduell gegen Russland, den ärgsten Konkurrenten um Rang eins in der Gruppe, konnte die DFB-Auswahl keinen Boden gut machen: Die Russen taten sich zwar schwer, siegten am Ende aber knapp mit 1:0 in Liechtenstein. Die nächste Reise in der WM-Qualifikation führt die deutsche Nationalmannschaft am 19. August nach Aserbaidschan.

Die WM-Qualifikations-Tabelle der Gruppe 4:

1. Deutschland 6 5 1 0 18: 4 16

2. Russland 5 4 0 1 9: 3 12

3. Finnland 4 2 1 1 6: 6 7

4. Wales 6 2 0 4 4: 7 6

5. Aserbaidschan 4 0 1 3 0: 4 1

6. Liechtenstein 5 0 1 4 0:13 1

Autor: Benjamin Wüst

Redaktion: Arnulf Boettcher

Der Weg zur WM 2010

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