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Sprachbar

Allerlei Getier

In der Fabel verstehen sich die doofe Ziege, die lahme Ente, der Platzhirsch, das Unschuldslamm und der Paradiesvogel. Im wahren Leben jedoch geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, bevor dieser Fall eintritt.

Mensch und Tier sind viel mehr als nur Mitbewohner auf der Erde. Daher wird es Zeit, dass wir ihnen mal danke sagen. Ohne sie ginge es uns hundeelend. Wir sind auf sie angewiesen, wenn es um Nahrung wie Milch, Fleisch und Eier geht. Und dank ihnen leben wir wie die Made im Speck. Aber wir schätzen sie mindestens genauso sehr als Haustiere und treue Begleiter. Weiß der Geier, was wir ohne sie machen würden. Aber nicht nur im Leben wären wir ohne sie aufgeschmissen, sondern vor allem auch in der Sprache. Nun also mal Butter bei die Fische!

Immer langsam mit den jungen Pferden

Zwei Kutschpferde

Die besten Pferde im Stall: gute Arbeitstiere, zuverlässig und loyal

Schauen wir uns mal um im Tierreich. Da hätten wir die Pferde, die man in der Sprache überall findet. Stellen wir uns vor, ein Mann ist ein echtes Arbeitstier, dann ist er für den Chef das beste Pferd im Stall. Bei seiner Einstellung hat der Chef also auf das richtige Pferd gesetzt.

Als guter Mitarbeiter weiß er, wie der Hase läuft, man kann ihm nichts vom Pferd erzählen. So ein Typ zum Pferde stehlen wird sicher mal ein hohes Tier. Aber heutzutage ist ja nichts mehr sicher, denn man hat ja auch schon Pferde kotzen sehen und das bekanntlich kurz vor der Apotheke!

Was für ein Hundeleben

Jaulender Hund

Was für ein Hundeleben. Das geht auf keine Kuhhaut!

Um sein Ziel zu erreichen, muss unser Mann allerdings erst einmal ein Hundeleben in Kauf nehmen. Schlafen wie ein Murmeltier ist nicht mehr drin. Jetzt gilt das Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Da der Mensch in der Regel ein Gewohnheitstier ist, wird die Umstellung für eine Nachteule wie ihn ganz schön hart. Zwischenzeitlich denkt er sicher mal, dass dieser Zustand ja auf keine Kuhhaut geht. Aber irgendwann wird es sich bestimmt lohnen. Anders sieht es da beim Typ Faultier aus: Er verfolgt seine Karriere eher im Schneckentempo. Da verwundert es nicht, dass er so arm ist wie eine Kirchenmaus.

Welch ein Affentheater!

Arnold Schwarzenegger posiert in jungen Jahren

Mancher Platzhirsch ist "bärenstark"!

Wer von ihnen dann jedoch in der Damenwelt punkten kann, kommt auf etwas anderes an. Wenn so manch ein Mann eine Frau sieht, die er rattenscharf findet und die seinem Beuteschema entspricht, dann kommt das Tier im Manne in ihm durch.

Aber auch für den Platzhirschen gilt jetzt: Ruhe bewahren und nicht herumtigern als hätte er Hummeln im Hintern. Als Mann sollte man hier die goldene Mitte zwischen mucksmäuschenstill sein und sich aufführen wie ein Elefant im Porzellanladen finden. Denn die Frauen mögen weder scheue Rehe noch Trampeltiere.

Besser Wespentaille als Entenarsch

Eine Wespe

Jede Frau hätte gern eine derartige Taille!

Falls die Schmetterlinge im Bauch aber überhand nehmen sollten und dann die Pferde mit ihm durchgehen, sollte der Mann sehr auf seine Wortwahl achten. Frauen mögen Komplimente, aber diese sollten ihnen für die Wespentaille gemacht werden und auf keinen Fall für den Entenarsch.

Falls nämlich so ein Kompliment nach hinten losgeht, können Frauen fuchsteufelswild werden und sich aufführen wie von der Tarantel gestochen. Da haben sie dann vielleicht nur noch ein: „Du Schwein!“ für den Herrn übrig. Denn selbst Damen die normalerweise keiner Fliege etwas zu Leide tun können, können dann zum Tier werden.

Die arme Sau

Ein Schwein, beladen mit Kürbissen

Ich armes Schwein!

Das besagte Schwein ist in der deutschen Sprache wirklich eine arme Sau, denn sogar der Tierfreund missbraucht es sprachlich nur allzu gern. Es ist wirklich unter aller Sau, dass wir Schweine immer mit Dreck in Verbindung bringen. Zurück zu Männlein und Weiblein:

Falls der tolle Hecht mit der Zurückweisung der Dame nicht umgehen kann, versucht er sich abzulenken und mal so richtig die Sau rauszulassen. Nicht selten kommen bei solchen Versuchen wilde Partys heraus, auf denen echt der Bär steppt. Am nächsten Morgen sieht die Welt allerdings ganz anders aus: Er ist hundemüde, hat einen tierischen Kater und in der Wohnung stinkt es wie im Pumakäfig.

Schwein gehabt!

Ein betrunkener Mann schläft auf dem Tisch. Um ihn herum ist ganz viel Schmutz

Was für ein Saustall!

Wenn er dann noch sieht, dass er den reinsten Saustall hinterlassen hat, bereut er es vermutlich, am Abend zuvor abgegangen zu sein wie Schmidts Katze. Als Gastgeber muss er nun seinen inneren Schweinehund überwinden und sich aus dem Bett zwingen.

Was ihn aber erwartet ist eine echte Schweinerei und er denkt sich: „Ich glaub, mein Schwein pfeift!“ Nun steht er einsam und verlassen vor dem Chaos und kein Schwein hilft ihm. Bleibt nur zu hoffen, dass er doch noch Schwein hat und jemand ihm zur Hilfe kommt.

Nur keine Mücke aus einem Elefanten machen

Kalter Hund

Kalter Hund: das beste Rezept für diejenigen, die aus einer Mücke einen Elefanten machen

Sind die Spuren der Party beseitigt und der Kater überstanden, kommt vielleicht die Enttäuschung wieder durch, keine Frau aufgerissen zu haben. Aber als stolzer Pfau sollte sich der Mann nun nicht dazu hinreißen lassen, ein Affentheater zu machen oder gar Krokodilstränen zu vergießen und herumdackeln, als sei ihm eine Laus über die Leber gelaufen.

Ein bewährtes Mittel gegen Liebeskummer ist Schokolade. Er kann sich also ein Stück Kuchen – zum Beispiel Kalten Hund – genehmigen und mit seinem Kuscheltier im Bett einen Liebesfilm gucken, aber danach muss es auch weitergehen. Man soll ja schließlich aus einer Mücke keinen Elefanten machen.

In der Höhle des Löwen

Ein Löwe, der in einer Höhle liegt

Mutig, wer sich da hinein begibt!

Bevor man sich auf einer Party zum Affen macht, sollte man sich lieber in die Höhle des Löwen begeben und einen Ort aufsuchen, wo nur Frauen sind. So kann der Herr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: sich ablenken und gleichzeitig andere Frauen kennenlernen.

Als Hahn im Korb steigen die Erfolgschancen und unser Mann lernt bestimmt die eine oder andere scharfe Mieze, aber auch falsche Schlange kennen. Alles andere wäre wirklich ein dicker Hund. Diesmal aber Vorsicht mit den Komplimenten!

Mit Speck fängt man Mäuse!

Ist die Partnersuche erfolgreich gewesen, hier schon mal ein paar Ideen, wie man den „Schatz“ denn noch nennen kann. Bei den Kosenamen stehen die Tiere nämlich auch ganz hoch in den Charts. Da hätten wir zum Beispiel Mausi, Häschen, Spatz oder Täubchen. Den Möglichkeiten werden keine Grenzen gesetzt und es gilt: Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Falls man sich nicht für ein Tier entscheiden kann, bleibt immer noch die Eier legende Wollmilchsau. Nach diesem sprachlichen Ausflug in die Tierwelt bleibt nur noch eins zu sagen: Klappe zu, Affe tot.



Fragen zum Text

Jemand, der Krokodilstränen vergießt, ...
1. weint mit besonders dicken Tränen.
2. täuscht das Weinen vor.
3. weint vor großer Freude.

Tut jemand etwas Peinliches, ...
1. macht er sich zum Affen.
2. begeht er eine Schweinerei.
3. begibt er sich in die Höhle des Löwen.

Ist etwas sehr unwahrscheinlich, kann jemand sagen: …
1. „Ich habe schon Pferde kotzen sehen und das kurz vor der Apotheke!“
2. „Ich weiß wie der Hase läuft!“
3. „Ich möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!“

Arbeitsauftrag
Ordne die folgenden Redewendungen und Begriffe den entsprechenden Erklärungen zu. In der Gruppe könnt ihr eine entsprechende Liste für die weiteren Redewendungen und Begriffe erarbeiten.

1. wie die Made im Speck leben / …
2. das beste Pferd im Stall sein / …
3. der frühe Vogel fängt den Wurm / …
4. eine Nachteule sein /
5. herumtigern / …
6. Schmetterlinge im Bauch haben / …
7. keiner Fliege etwas zu Leide tun können / …

a) wer so früh wie möglich mit etwas beginnt, ist erfolgreich
b) unruhig herumlaufen
c) verliebt sein
d) der beste Mitarbeiter/die beste Mitarbeiterin sein
e) es sich sehr gut gehen lassen
f) sehr gutmütig sein
g) erst spätabends richtig aktiv werden

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