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Sport-News

Algeriens Verband sagt Fußballspiele ab

Nach dem Tod von Fußball-Profi Albert Ebosse zieht Algeriens Fußballverband erste Konsequenzen und sagt alle Liga-Spiele am kommenden Wochenende ab. Das algerische Innenministerium ordnet eine Untersuchung an.

In Gedenken an den am vergangenen Wochenende in einem Spiel getöteten kamerunischen Fußballprofi Albert Ebosse haben die algerischen Profi- und Amateur-Ligen den nächsten Spieltag abgesagt. Das gab der algerische Fußballverband (FAF) am Montag bekannt. In dem Schreiben hieß es weiter: Die Absage sei "ein Protest gegen das unverantwortliche Verhalten einiger Fanatiker und Hooligans". Sollten einzelne Vereine ihre Anhänger nicht in den Griff bekommen, drohte die FAF mit Ausschluss aus allen Wettbewerben.

"Gedanken sind bei der Familie"

Nach der 1:2-Heimniederlage seines Klubs JS Kabylie am Samstag gegen USM Alger war Ebosse von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen worden. Nach Angaben des Afrikanischen Fußball-Verbandes (CAF) erlag der 24-Jährige wenige Stunden später in einem Krankenhaus in Algier seinen schweren Kopfverletzungen. "Meine Gedanken sind bei der Familie und Freunden des jungen Mannes", stellte CAF-Präsident Issa Hayatou fest. Der Verbands-Präsident erklärte in einen Statement: "Der afrikanische Fußball darf nicht zum Nährboden für Hooligans werden." Man erwarte exemplarische Sanktionen. "Gewalt hat keinen Platz im afrikanischen Fußball und im Sport." Man werde alles tun, um die Gewalt und alle Formen von unsportlichem Verhalten auf dem Kontinent auszurotten. Das algerische Innenministerium ordnete eine umgehende Untersuchung des Falls an. Die Familie des Verstorbenen erhielt vom Verband und der Liga LFP eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet 94.074 Euro.

tk/ (sid, dpa)