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Aktuell Deutschland

Alfred Neven DuMont ist tot

Als Verleger war er ein Urgestein, als Herausgeber galt er als Patriarch mit großem Einfluss: Der Kölner Journalist starb jetzt im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Köln.

Nach Angaben des Medienhauses M. DuMont Schauberg (MDS) starb der Herausgeber und langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des Verlags am Samstag. Neven DuMont, Urgestein der Kölner Zeitungslandschaft, galt als eine der letzten großen Verlegerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit.

"Der Gründungsherausgeber der rheinischen Boulevardzeitung 'Express' hat maßgeblich die Geschicke der Zeitungen, allen voran des 'Kölner Stadt-Anzeiger', beeinflusst", würdigte der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende Christian DuMont Schütte den Verstorbenen. "Der Verlust meines langjährigen Partners trifft mich schwer."

1953 legte er los

Als Spross einer Kölner Verlegerdynastie trat Neven DuMont 1953 in den Verlag seines Vaters ein und übernahm die publizistische Leitung beim "Kölner Stadt-Anzeiger". 1964 stampfte er binnen weniger Wochen den "Express" aus dem Boden und etablierte das Blatt als erfolgreichen regionalen Konkurrenten der "Bild"-Zeitung.

Heute erscheinen auch die "Kölnische Rundschau", die "Berliner Zeitung", die "Mitteldeutsche Zeitung", die "Hamburger Morgenpost", die "Berliner Zeitung" und der "Berliner Kurier" in der MDS-Gruppe. Zu ihr gehören unter anderem auch der Buchverlag DuMont und Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern und Anzeigenblättern. Das Haus beschäftigt an mehreren Standorten insgesamt
gut 3000 Mitarbeiter.

se/sti (dpa, KSTA)