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Sport

Alexandre Guimaraes: "Die Zeit, uns zu zeigen, ist gekommen"

Ausgerechnet gegen Gastgeber Deutschland muss Costa Rica im WM-Eröffnungsspiel ran. Doch Alexandre Guimaraes ist keineswegs bange davor. Im Gespräch mit DW-WORLD.DE spricht der Coach über die letzten Vorbereitungen.

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Auf Ballhöhe: Costa Ricas Trainer Alexandre Guimaraes

DW-WORLD.DE: Alexandre Guimaraes, wie läuft die Vorbereitung Costa Ricas für die WM bislang?

Alexandre Guimaraes: Am 9. Mai, einen Monat vor dem Eröffnungsspiel gegen Deutschland, haben wir mit unserer letzten Phase begonnen. Bis zum 17. Mai, wenn wir zur WM nach Deutschland kommen, ist eine sehr strenge Vorbereitung in taktischer, technischer und psychologischer Hinsicht angesagt. Zwei bis drei Trainingseinheiten sind täglich vorgesehen.

Wie wichtig ist diese Zeit?

Sie ist essentiell. Die Zeit, zu reden, ist jetzt vorbei. Die verbleibenden Tage nutzen wir, um zu arbeiten. Damit wir beim Turnier zeigen können, was wir drauf haben und unsere Ziele erreichen. Die Tage jetzt im Trainingslager sind wichtig, um die Mannschaft als Gruppe zu festigen, um uns in Top-Form zu bringen. Wenn wir nach Deutschland kommen, wollen wir eine verschworene Einheit sein. Sobald wir dort sind, fängt eine Serie von Freundschaftsspielen an, mit der wir unsere Pläne fortsetzen wollen.

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Worum geht es, wenn sie von psychologischer Vorbereitung reden?

Es geht um einen ganz normalen Teil unserer Vorbereitung, nicht, wie viele irrtümlich glauben, um die Spieler vorzubereiten, keine Angst vor dem Gegner zu haben. Nach zwei WM-Teilnahmen hat Costa Rica solche Ängste nicht. Die Rivalen sehen wir auf gleicher Augenhöhe. Mit der psychologischen Vorbereitung meine ich eine Stärkung der Motivation, des Selbstvertrauens.

Es passt zum Motto der Mannschaft: "Wir schreiben Geschichte"...

Das Motto kenne ich nicht...

Luis Marín, der Kapitän der Ihrer Mannschaft, hat es mir verraten.

Ich finde es zutreffend. Da haben Marín und die anderen Jungs sich was Schönes ausgedacht. "Wir schreiben Geschichte“ fasst unsere Haltung ganz gut zusammen, unseren Willen, die Chance zu nutzen, der Welt bei der WM in Deutschland unsere Fortschritte zu zeigen.

Wie ist die Stimmung in Costa Rica und in der Nationalelf im Hinblick auf die WM?

Das Land hat enorme Erwartungen und steht hundertprozentig hinter der Nationalmannschaft. Innerhalb des Teams spüre ich einen starken Zusammenhalt und gleichzeitig eine gewisse Ungeduld, dass der 9. Juni schnell kommt. Die Spieler wollen bei der WM auftreten, sie wollen loslegen.

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Was ist für Costa Rica der Schlüssel zum Erfolg bei der WM?

Unser Spiel gegen Ecuador, nicht wegen Ecuador, sondern, weil das unser zweites Spiel ist. Die Erfahrung zeigt, dass bei einer WM das zweite Spiel immer das Entscheidende ist. Das Ergebnis gegen Deutschland spielt natürlich eine Rolle, aber unabhängig davon ist das Spiel gegen Ecuador von signifikanter Bedeutung.

Haben Sie schon die Gegner beobachtet?

Sicher, und zwar ganz genau, so wie auch die anderen Costa Rica unter die Lupe genommen haben. Wir alle kennen uns mittlerweile gegenseitig sehr gut, aber das wird an der Tatsache nichts ändern, dass derjenige, der mehr Punkte sammelt, den Einzug in die nächste Runde schafft. Das ist unser Ziel.

Die Mannschaft, mit der Sie in Deutschland antreten, ist eine Mischung aus Jugend und Erfahrung.

Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit ihnen große Dinge erreichen können. Diese Mischung ist kein Zufall. Costa Rica denkt sowohl an die Gegenwart - Deutschland 2006, als auch an die Zukunft - Südafrika 2010. Wir wollen unser Niveau halten, um auch zukünftig WM-Teilnehmer zu sein. Dafür ist es nötig, eine rechtzeitige Verjüngung der Mannschaft vorzunehmen. Diese WM ist der Anfang der nächsten Generation.

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