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Studieren in Deutschland

Alexander von Humboldt-Stiftung

23.000 Wissenschaftler konnte die Humboldt-Stiftung seit 1953 fördern. Die meisten kommen aus dem Ausland. Das jüngste Förderinstrument ist die Humboldt-Professur mit einem Preisgeld von bis zu fünf Millionen Euro.

Alexander von Humboldt auf einem Gemälde von Friedrich Georg Weitsch aus dem Jahre 1806 (Foto: AP)

Naturforscher, Universalgenie und Kosmopolit: Alexander von Humboldt (1769-1859)

Der berühmte deutsche Universalgelehrte und Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) bereiste um das Jahr 1800 fünf Jahre lang den südamerikanischen Kontinent, um die Geografie und die Lebensgewohnheiten zu erforschen. Heute gilt er als Vater der wissenschaftlichen Entdeckungsreise. Rund 150 Jahre nach seinem Tod, und nach einer wechselvollen Geschichte mit zeitweiligen Schließungen, unterstützt die 1953 wieder gegründete Humboldt-Stiftung heute in seinem Andenken Wissenschaftler aus aller Welt – insbesondere während ihrer Forschungsreise nach Deutschland.

Die Humboldt-Professur

2008 haben die Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn und das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Humboldt-Professur ins Leben gerufen. Seither können jedes Jahr bis zu zehn Spitzenforscher aus dem Ausland von einer deutschen Hochschule vorgeschlagen und von einer Jury aus Wissenschaft und Politik ausgewählt werden. Ein Jahresetat von 68 Millionen Euro steht der Stiftung zu Verfügung, die komplett aus dem deutschen Bundeshaushalt kommen.

Weltweites Netzwerk

Querschnitt von Südamerika: 'Geographie des Plantes Equinoxiales. Tableaux physique des Andes et pays voisin. Par Alexandre de Humboldt et Aimé Bonpland.' Aquatinta, Paris, 1810/15 (Foto: picture-alliance / akg-images)

Ziel der Humboldtschen Forschungsreise: Südamerika

Die Humboldt-Professur ist das jüngste Förderinstrument der Alexander von Humboldt-Stiftung. Was aber die Zahl der geförderten Wissenschaftler angeht, ist sie nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Programm der Stiftung.

Insgesamt finanziert die Humboldt-Stiftung jedes Jahr rund 1800 Forschungsaufenthalte, vor allem in Deutschland. Außerdem vergibt sie jährlich bis zu 800 Stipendien und mehr als 100 Preise. Insgesamt gehören heute 23.000 Frauen und Männer aus 130 Ländern rund um den Globus zum Alumni-Netzwerk der Stiftung, darunter auch 41 Nobelpreisträger. Die überwiegende Mehrzahl der Geförderten stammt aus dem Ausland.

Das Forschungsstipendium

Der Klassiker unter den Förderprogrammen ist das Humboldt-Forschungsstipendium, ein Programm, das Wissenschafterinnen und Wissenschaftler ein Jahr lang die Möglichkeit eröffnet, in Deutschland zu forschen. Um ihren Aufenthalt finanzieren zu können, bekommen die Stipendiaten gut 2000 Euro monatlich, dazu gibt es Geld für Kongresse und für Sprachkurse. Außerdem werden ihre Ehepartner und Kinder mitgefördert.


Autorin: Svenja Üing
Redaktion: Gaby Reucher

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