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Aktuell Nahost

Aleppos Kulturschätze zerstört

Die Schlacht um die syrische Metropole Aleppo ist verheerend für das Volk und hat Tausende in die Flucht getrieben. Nun verwüstet ein Großbrand den weltberühmten Basar. Bewohner versuchten vergeblich zu löschen.

700 bis 1000 Geschäfte unter den mittelalterlichen Arkaden sind bereits ein Opfer des gewaltigen Feuers geworden. Ins Internet gestellte Videoaufnahmen zeigen in den teils engen Straßen Holzverschläge und Dächer in hell lodernden Flammen. Die Löschtrupps beklagen mangelnde Wasserreserven und fehlende wirkungsvolle Ausrüstung.

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Rebellen: Basar in Aleppo brennt

Die Brandursache ist unklar, ein Ausbruch als Folge der eskalierenden Kämpfe zwischen Aufständischen und Regierungstruppen gilt aber als wahrscheinlich.

In dem Basar - einst eine der größten Touristenattraktionen in der Stadt - wurden seit Jahrhunderten Lebensmittel, Stoffe und Gewürze verkauft. Er ist Teil der Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählt wird. Immer mehr Baudenkmäler werden in den Gefechten mit häufig wechselndem Frontverlauf zerstört.

Wochenlanges Patt

Der Markt von Aleppo war in den vergangenen Wochen fast täglich Schauplatz von Kämpfen. Seit Beginn einer Rebellenoffensive im August kontrolliert jede der Konfliktparteien etwa eine Hälfte der strategisch wichtigen Handelsmetropole. Wiederholte Versuche beider Seiten, auch die andere Hälfte einzunehmen, scheiterten. Nach Angaben von Aktivisten haben Scharfschützen der Regierungstruppen auf der Zitadelle, die das Zentrum dominiert, Stellung bezogen. Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) begann laut Aktivisten bereits am Donnerstag mit einer Offensive, die sie als entscheidende Schlacht bezeichnete. Es seien die schwersten Gefechte seit Wochen.

An diesem Montag wollen Experten aus der Region in Kairo diskutieren, wie man die Zerstörung historischer Stätten und Kulturgüter in Syrien zumindest eindämmen kann. Es geht untern anderem um Kreuzfahrerfestungen, osmanische Moscheen, römische und byzantinische Siedlungen. An der Tagung sollen auch Diplomaten aus den Nahost- und Golfstaaten teilnehmen.

SC/gmf (dapd, rtr, dpa, afpe)

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