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Kunst

Aleppo-Busse bald vorm Brandenburger Tor

Weltweit hatte die spektakuläre Skulptur Aufsehen erregt, begleitet von Bürgerprotesten und lautstarken Pegida-Anfeindungen in Dresden. Jetzt wird das "Monument" für zwei Wochen mitten in Berlin stehen.

Das Bild ging um die Welt: In Dresden löste die Skulptur "Monument" des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni Pegida-Aufmärsche und Protestkundgebungen aus. Drei senkrecht auf dem Heck aufgestellte Schrott-Busse, völlig demoliert und zerschrammt, ragten wochenlang vor der Dresdner Frauenkirche in den Himmel. Ein Mahnmal im besten künstlerischen Sinne: Alle Welt diskutierte heftig darüber, ob das denn Kunst sei. Und was dieser "Schrott" mitten in der schmuck hergerichteten Innenstadt von Dresden zu suchen habe.

Die Öffentlichkeit aufrütteln 

Aber die künstlerische Idee von Manaf Halbouni ging auf; die Öffentlichkeit wurde wieder aufmerksam auf die vergessenen Bürgerkriegsflüchtlinge, die nach wie vor aus Syrien nach Deutschland oder in die europäischen Nachbarstaaten flüchten. Die zerstörten Fahrzeuge hatten den Menschen im zerstörten Aleppo als Schutzschild vor dem Kugelhagel der Heckenschützen gedient, für den Künstler Halbouni waren sie jetzt geeignetes Material für eine Skulptur.

Deutschland Brandenburger Tor in Berlin (picture-alliance/Eibner-Pressefoto)

Viel Platz für große Kunst: Das Brandenburger Tor in Berlin

Als politisches Kunstwerk sind die Aleppo-Busse eines der zentralen Werke des Berliner Herbstsalons des Maxim Gorki-Theaters, wie das Kunsthaus Dresden am Dienstag (8.11.2017) mitteilte. Von Dresden werden die Busse gerade mit Schwerlasttransportern nach Berlin transportiert. Ab Samstag stehen sie für zwei Wochen mitten im touristischen Epizentrum Hauptstadt, vor dem Brandenburger Tor.

hm/suc (dpa/epd)

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