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Global Ideas

Alec Baldwin, Schauspieler und Aktivist

"Wenn sie die Wälder abholzen, werden wir nie das 2-Grad-Ziel einhalten. Niemals."

Im neuesten Mission-Impossible-Film spielt Alec Baldwin den Chef der CIA. Im realen Leben, beim Klimagipfel in Paris, steht neben ihm aber nicht Tom Cruise, sondern ein Mann mit buntem Federschmuck auf dem Kopf und einer untertellergroßen Platte in der gepiercten Lippe. Alec Baldwin ist in Paris, um für die zu sprechen, die sonst oft überhört werden: indigene Völker.

Indigene Gruppen wie die Kayapo, zu denen der Mann mit dem Federschmuck gehört, sind oft automatisch Umweltschützer. Denn die Natur ist für sie Symbol ihrer Vorfahren, Vorratskammer, Apotheke und Quelle für Baumaterialien in einem. Sie sind von der Natur abhängig, um sich zu ernähren, zu wohnen.

Alec Baldwin, der nicht nur Schauspieler, sondern auch Kunstliebhaber und Tierschützer ist, meint: "Es wird viel darüber geredet, wen der Klimawandel als erstes trifft - und das sind die indigenen Gemeinschaften. Sie sind die ersten, die merken, wie sich das Klima verändert, ihr Land und ihr Vieh beeinträchtigt, und darunter leiden sie. Die indigenen Gruppen reden da schon sehr lange drüber. Aber mit sehr unterschiedlichem Erfolg."

Alec Baldwin among some of the winners of the UNDP's Equator Prize at COP21

Alec Baldwin among some of the winners of the UNDP's Equator Prize

Der Filmstar hat angefangen, mit dem United Nations Development Program (UNDP) zusammenzuarbeiten: "Ich wollte herausfinden, was da dahintersteckt. Als sie mich eingeladen haben, mitzumachen, habe ich ja gesagt." Er unterstützt indigene Gruppen auch, weil sie gegen Abholzung kämpfen - und damit für das Klima: "Es gibt viele Dinge, die wir fürs Klima tun können. Aber wenn wir die Wälder abholzen, schaffen wir es niemals, unter 2 Grad zu bleiben. Niemals."

Christina Coc, eine Aktivistin der Maya in Belize, kommt zu ihm auf die Bühne und fügt hinzu: "Der Wald ist unsere Mutter. Und wir verletzen unsere Mutter nicht, wir respektieren sie." Baldwin scherzt: Nach Paris sei er als Schauspieler gekommen. Verlassen würde er es aber als Organisator der Präsidentschaftskampagne von Christina Coc.

Seine Heimat, die USA, hat in Paris eine Schlüsselrolle. Und Alec Baldwin hat einige Vorschläge, was dort passieren könnte: "Ich sehe jetzt, dass wir in den USA die gesamten Küsten entlang Solarpaneele aufstellen könnten und im Gebiet der Großen Seen Windturbinen." Letztendlich seien erneuerbare Energien aber nicht nur eine Vision, die man in den USA, Großbritannien oder Deutschland realisieren solle, sondern auch in Afrika und Indien.

Alec Baldwin ist rund um den Globus bekannt, von daher ist es für die Indigenen nützlich, wenn er sich für sie einsetzt. Aber nicht nur sie haben etwas davon, auch Baldwin selbst: Über seine Zusammenarbeit mit UNDP sagt er: "Das war die lehrreichste Erfahrung seit Jahren."

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