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Fokus Osteuropa

Albanien: Deutsche Unterstützung für bessere Stromversorgung

Stromausfälle in Albanien dauern manchmal zwischen 15 und 18 Stunden täglich. Ein 90 Millionen teures Projekt der deutschen Bundesregierung soll jetzt dazu beitragen, die Energiekrise in Albanien dauerhaft zu lösen.

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Stromversorgung in Albanien soll zuverlässiger werden

Ende des vergangenen Jahres machten die Bürger Albaniens die schwerste Energiekrise der letzten 15 Jahre durch. In dem Land, das vollständig von Wasserkraft abhängig ist, hat es in der Vergangenheit noch nie Energieversorgungssicherheit gegeben. Der Stromverbrauch ist mit dem Wirtschaftswachstum nach dem Ende des kommunistischen Regimes stark gestiegen. Marode Versorgungsnetze wurden aber nicht erneuert.

Modernisierung von Kraftwerken

Ein 90 Millionen Euro teures Hilfsprojekt der deutschen Bundesregierung soll den Bürgern Albaniens jetzt dabei helfen, sich für die Zukunft besser aufzurüsten und Stromversorgung im Land zu verbessern. So werden durch das Projekt „Energieversorgung für den Süden Albaniens" zwei Kraftwerke in der Region Bistrica komplett modernisiert. In Rahmen des Projektes wurde bereits am vergangenen Wochenende (18.06.) in Gjirokastra der Grundstein für die Erneuerung der Kraftwerke gelegt. Der Generaldirektor der Energieversorgungsagentur für die südalbanische Region, Arben Goga, zeigt sich zufrieden: „Durch dieses Projekt wird endgültig das Problem der Energieversorgung in der Region Gjirokastra gelöst. Das wird auch unserer Wirtschaft zugute kommen."

Stromverbrauch ermitteln

Geplant ist auch die Erweiterung des gesamten Stromverteilungsnetzes der Region. Zudem sollen künftig 5.000 neu eingebaute Zähler den Stromverbrauch von Haushalten und Unternehmen ermitteln, damit genaue Verbrauchsabrechnungen möglich werden. „Durch angepasste Tarife wird weiterhin eine sichere und wirtschaftlich tragfähige Stromversorgung gewährleistet werden“, so Arben Goga.

Der Energiesektor ist einer der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungshilfe in Albanien. Die deutsche Bundesregierung hat bereits 328,5 Millionen Euro Hilfe bereitgestellt, ein Drittel davon ist für die Verbesserung im Bereich Energieversorgung vorgesehen. Weitere Schwerpunkte der deutsch-albanischen Zusammenarbeit sind verschiedene Programme in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie Aufbau der Marktwirtschaft.

Odise Kote, Gjirokastra

DW-RADIO/Albanisch, 19.6.2006, Fokus Ost-Südost

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