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Frankreich

Alarmstimmung am Pariser Nordbahnhof

Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte stürmen in das Bahnhofsgebäude, angeblich auf der Suche nach drei gefährlichen Männern. Der Gare du Nord wird vorübergehend großräumig abgesperrt.

Europas am meisten frequentierter Bahnhof ist bei einem Großeinsatz der Polizei in Paris für mehr als zwei Stunden evakuiert worden. Die Polizeipräfektur in der französischen Hauptstadt begründete den Einsatz am Gare du Nord zunächst mit nicht näher erläuterten "Überprüfungen". Später hieß es, der Einsatz sei "ergebnislos" beendet worden, "die Rückkehr zum Normalzustand" habe begonnen.

Nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" hing die am späten Montagabend (Ortszeit) eingeleitete Evakuierung mit der Suche nach drei Männern zusammen, die als gefährlich gelten. Ein Hinweisgeber habe der Polizei gemeldet, dass er die Männer in einem Zug erkannt habe. Daraufhin sei der aus Valenciennes kommende TGV mit 211 Menschen an Bord geräumt worden. Um den Zug durchsuchen zu können, sei die Einrichtung eines Sperrkreises notwendig gewesen, verlautete aus Ermittlerkreisen.

Sicherheit geht vor

Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge. Zum Schutz der Präsidentenwahl waren mehr als 50.000 Polizisten abgestellt worden. Auch im Nachgang der Abstimmung sind die Sicherheitskräfte besonders sensibilisiert.

Der Gare du Nord ist einer der größten Bahnhöfe der Welt. Täglich passieren rund 700.000 Reisende das Drehkreuz. Vom Pariser Nordbahnhof fahren auch die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge nach Nordrhein-Westfalen sowie die Eurostar-Züge nach London ab.

wa/cgn (afp, dpa)

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