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Präsidentschaftswahlen in Frankreich

Alain Juppé könnte Francois Fillon ersetzen

Mögliche Wende im Rennen im die französische Präsidentschaft: Wenn der konservative Kandidat Francois Fillon zurücktreten würde, würde sich sein Parteigenosse Alain Juppé für die Wahlen in Frankreich aufstellen lassen.

Frankreichs möglicher Präsidentschaftskandidat Allain Juppe lächelt (rechts) und Francois Fillon senkt den Kopf. (Foto: picture-alliance/dpa/AFP/E. Feferberg)

Einer kommt, der andere geht: Alein Juppé (re.) und Francois Fillon

Der Druck auf den französischen Konservativen Francois Fillon steigt. Frankreichs Ex-Premierminister Alain Juppé hat sich nach Angaben aus seinem Umfeld bereit erklärt, bei einem Verzicht des Konservativen François Fillon als Präsidentschaftskandidat einzuspringen. Juppé werde nicht kneifen, falls Fillon zurückziehe, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP Juppés Entourage. Als Voraussetzung nannte er als zweite Bedingung die geschlossene Unterstützung seiner Partei "Die Republikaner".

Konservative gehen auf Abstand 

Wegen der Affäre um die Scheinbeschäftigung seiner Frau und zwei seiner Kinder auf Parlamentskosten steht Fillon massiv unter Druck, hält aber an seiner Präsidentschaftskandidatur bislang fest. Einige Politiker aus den eigenen Reihen waren von ihm abgerückt. Auch sein Sprecher Thierry Solère gab über den Kurzbotschaftendienst Twitter seinen Rückzug aus dem Wahlkampfteam bekannt. "Ich habe beschlossen, meine Aufgabe als Sprecher von François Fillon zu beenden", schrieb der Abgeordnete, der auch die Präsidentschaftsvorwahl der konservativen Republikaner im November organisiert hatte. 

Parteimitglieder brachten den 71-Jährigen Juppé als Ersatzkandidaten ins Spiel. Noch Anfang Februar wies dieser Gerüchte via Twitter zurück. Auf dem Kurznachrichtendienst meldete er: Zu den Autoren unbegründeter Gerüchten, hier eine Bestätigung: Für mich ist ein Nein ein Nein. Jetzt hört zu, FF [Anm. d. Red.: Francois Fillon] ist unser Kandidat.

Bei der Vorwahl für die Präsidentschaftskandidatur des bürgerlichen Lagers im November hatte der Bürgermeister von Bordeaux ebenfalls kandidiert, aber gegen Fillon den Kürzeren gezogen. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Fillon war immer wieder darüber spekuliert worden, ob Juppé ein "Plan B" sein könnte. Die Konservativen befürchten, mit Fillon als Kandidat die Präsidentschaftswahl in rund 50 Tagen zu verlieren. In Umfragen ist der lange als Favorit gehandelte Politiker auf den dritten Platz abgerutscht. Der erste Wahlgang der französischen Präsidentenwahl findet am 23. April statt.

pab/fab (afp, ap, dpa)

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