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Aktuell Afrika

Al-Shabaab-Terror: Blutbad in Mogadischu

Jüngst das Massaker an einer Universität in Kenia, jetzt ein Überfall auf ein Bildungsministerium in Somalia: Die radikalislamische Al Shabaab zieht eine Spur von Mord und Verwüstung durch die Metropolen Ostafrikas.

Vor dem Ministerium für Hochschulbildung in der somalischen Hauptstadt detonierte zunächst eine Autobombe, dann stürmten die islamistischen Angreifer das Gebäude. Der Komplex mit Regierungseinrichtungen in Mogadischu war schon wiederholt Ziel der Terroristen von Al Shabaab. Mindestens 15 Menschen seien getötet und rund 20 weitere verletzt worden, teilten Behördenvertreter mit. Unter den Opfern befänden sich Regierungsmitarbeiter, Sicherheitskräfte, Soldaten, Zivilisten sowie die fünf Angreifer, erklärte der Geheimdienstmitarbeiter Mohamed Hassan.

Der Sprecher der Al-Shabaab-Miliz, Sheikh Abdelasis Abu Musab, bekannte sich per Rundfunk zu der Tat. Die Islamisten hatten Anfang April im Nachbarland Kenia eine Universität gestürmt und über 150 Studenten getötet. Die Gruppe bekämpft seit Jahren die Regierung in Mogadischu und ist vor allem im Zentrum und Süden Somalias aktiv. Jedoch verübt sie auch weiterhin Anschläge in der Hauptstadt.

Zuletzt musste Al Shabaab mehrere schwere Rückschläge einstecken. So hatte die Armee im März einen wichtigen Bezirk in Südsomalia von der Gruppe zurückerobert. Bei einem Drohnenangriff war zudem Aden Garar getötet worden, einer der mutmaßlichen Drahtzieher der Terrorattacke auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi mit 67 Toten.

Die Islamisten greifen auch immer wieder Ziele in Kenia an, weil sie den Abzug der kenianischen Friedenstruppen aus Somalia erzwingen wollen, die dort seit 2011 die Einheiten der Afrikanischen Union (AU) unterstützen.

SC/sti (dpa, APE, afpe)