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Aktuell Afrika

Al-Shabaab stürmt Weihnachtsparty der AU

Ziel sei die christliche Weihnachtsfeier der afrikanischen Friedenstruppe in Mogadischu gewesen, erklärten die somalischen Al-Shabaab-Islamisten. Fünf Milizionäre kamen bei dem spektakulären Überfall um.

Eine Gruppe von etwa acht Kämpfern der radikalislamistischen Al-Shabaab sei in das Hauptquartier der Friedensmission der Afrikanischen Union (Amisom) in Mogadischu eingedrungen, es habe vermutlich auch Tote auf Seiten der Blauhelme gegeben. Nach Schießereien und mehreren Explosionen berichtete Amisom-Sprecher Ali Aden Houmed, drei der Angreifer seien erschossen worden, zwei hätten sich selbst in die Luft gesprengt und die übrigen seien vermutlich entkommen.

Die Amisom-Basis liegt sich auf dem Gelände des streng gesicherten Flughafens der somalischen Hauptstadt, wo auch mehrere Botschaften und UN-Büros sind. Der Angriff ereignete sich einen Tag, nachdem das Parlament den Politiker Omar Abdirashid Ali Sharmake zum neuen Regierungschef gewählt hatte. Die Abgeordneten folgten damit einstimmig dem Wunsch von Präsident Hassan Cheikh Mohamoud. Sharmake gilt als moderat und säkular. Er ersetzt Ministerpräsident Abdiweli Sheikh Ahmed, dem das Parlament Anfang Dezember das Vertrauen entzogen hatte.

Die Amisom-Soldaten haben die Aufgabe, die schwache Regierungsmacht in Mogadischu zu sichern und die wiederholten Übergriffe der Al-Kaida-nahen Terrormilizen der Al-Shabaab zurückzuschlagen. Die AU hat rund 22.000 Mann nach Somalia entsandt.

Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht im ostafrikanischen Somalia Bürgerkrieg. Die Shabaab-Miliz kontrolliert nach ihrer Vertreibung aus Mogadischu im Jahr 2011 noch immer Gebiete im Zentrum und Süden. Ihr Ziel ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.

SC/wl (APE, afpe, rtr,dpa)