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Aktuell Afrika

Al-Shabaab stürmt Geheimdienst-Gelände

Vier der Islamisten sollen bei dem Überfall in der somalischen Hauptstadt getötet worden sein. Auch nach herben Niederlagen zeigen die Al-Shabaab-Terroristen ihre Kampfkraft, selbst in Mogadischu.

Islamistische Kämpfer sprengten zunächst eine Autobombe vor dem Zugangstor zum Ausbildungszentrum des Geheimdienstes und schossen sich dann den Weg frei. Dort kam es laut somalischen Sicherheitskräften zu einem einstündigen heftigen Gefecht.

Alle vier Angreifer der Al-Shabaab-Milizen seien bei dem Angriff in Mogadischu umgekommen, teilte das Innenministerium mit. Über die Zahl der getöteten Sicherheitskräfte gab es - wie meist - höchst widersprüchliche Angaben. Während die Regierung von einem gefallenen Soldaten berichtete, behaupteten die Extremisten, bei der Selbstmordaktion seien mindestens zehn Geheimdienstler getötet worden. Es war bereits der dritte Vorstoß von Al-Shabaab seit Beginn des Fastenmonats Ramadan.

Bei einem weiteren Angriff wurde ebenfalls am Sonntag im Dharkinley Distrikt von Mogadischu ein Mitarbeiter eines Regierungsbüros erschossen. Erst am Vortag hatten die der Al Kaida nahestehenden Islamisten bei einem Überfall auf eine Polizeiwache in der Nähe der Hauptstadt acht Polizisten getötet.

Ziel der Al-Schabaab-Terroristen ist der Sturz der vom Westen unterstützten Regierung in Mogadischu und die Vertreibung der sie schützenden Friedenstruppe der Afrikanischen Union. Die Miliz sorgt seit Jahren für Angst und Schrecken in Somalia sowie im Nachbarland Kenia.

Am Samstag war dort im Nordosten an der Grenze zu Somalia ein lokaler Regierungsbeamter von Islamisten nahe einer Moschee erschossen worden. Im April richtete die Miliz ein Massaker an der Universität im kenianischen Garissa an. Dabei wurden mehr als 140 Menschen getötet.

SC/uh (afp, rtr, KNA, dpae)