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Aktuell Afrika

Al-Shabaab überfällt AU-Stützpunkt in Somalia

Der Angriff der Islamisten-Miliz im Südwesten Somalias begann mit einem Selbstmordanschlag am Zugang zur Militärbasis. Anschließend gab es schwerste Gefechte. Al-Shabaab will 63 kenianische AU-Soldaten getötet haben.

Kenianische AU-Soldaten auf Patrouille in Somalia (Archivfoto: dpa)

Kenianische AU-Soldaten auf Patrouille in Somalia (Archivbild)

Der Militärstützpunkt der AMISOM-Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) in Al-Adde im äußersten Südwesten des Landes galt als besonders gut ausgestattet und gesichert. Dort sind überwiegend kenianische und einige somalische Soldaten stationiert. Nach dem Überraschungsangriff nahmen Kämpfer der islamistischen Al-Shabaab-Miliz nach eigenen Angaben die Basis 550 Kilometer westlich der Hauptstadt Mogadischu ein.

Laut übereinstimmenden Berichten von Bewohnern und Terroristen gab es zahlreiche Opfer. Al-Shabaab-Sprecher Abdiaziz Abu Musab erklärte, seine Kämpfer hätten 63 kenianische Soldaten getötet. Von unabhängiger Seite konnten die Angaben nicht verifiziert werden. Zudem hätten sie 30 Lastwagen, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge erbeutet. Die nahe gelegene Ortschaft Ceel Cado sei nun ebenfalls in der Hand der Miliz.

Kämpfe dauern an

Ein kenianischer Armeesprecher teilte mit, die Truppen hätten einen Gegenangriff gestartet. Die schweren Gefechte dauerten an. Zur Opferzahl auf beiden Seiten könne er keine Auskünfte geben.

Die somalische Terrorgruppe Al-Shabaab mit engen Kontakten zum Al-Kaida-Netzwerk kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Gottesstaat. Den 22.000 AU-Soldaten in Somalia gelang es weitgehend, die Fundamentalisten aus Mogadischu und weiteren Städten zu vertreiben. Sie kontrollieren aber nach wie vor ländliche Regionen. Die AU-Friedensmission wird von der US-Armee und somalischen Sicherheitskräften unterstützt. Diese werden auch von der EU ausgebildet.

se/kle (afp, ape, rtre, epd)