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Politik

Al-Sarkawi kündigt neue Anschläge im Irak an

Der jordanische Top-Terrorist Al-Sarkawi wirbt mit seiner ersten Videobotschaft im Internet um die Unterstützung radikaler irakischer Moslems. Politiker im Irak rufen zur Einheit im Kampf gegen den Terrorismus auf.

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Im Video sieht Al-Sarkawi genauso aus wie auf den Fahnungsfotos der USA

Der Anführer der Terrororganisation El Kaida im Irak, Abu Mussab al-Sarkawi, hat sich erstmals in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. "Bei Gott, Amerika wird im Irak besiegt werden", sagte der jordanische Top-Terrorist in einem Video auf einer islamistischen Website, das am Dienstagabend (25.4.2006) auch von mehreren arabischen und amerikanischen TV-Stationen ausgestrahlt wurde. Darin kündigte er die Fortsetzung seines Kampfes gegen die "Kreuzritter" an. Amerika solle endlich aus dem Zweistromland verjagt und gedemütigt werden.

Die Videoaufnahme zeigt Al-Sarkawi mit umgelegtem Sprengstoffgürtel und beim Kampftraining mit etwa zwei Dutzend seiner maskierten Mitstreiter. Terrorismus-Experten schätzten die Aufnahme als authentisch ein. Bislang gab es von Al-Sarkawi nur Tonbandaufnahmen.

Al-Sarkawi bekräftigt Loyalität zu El-Kaida-Chef

Jede irakische Regierung sei nur ein Handlanger der USA und werde deshalb von seiner Organisation bekämpft, betonte Al-Sarkawi. Den US-Streitkräften im Irak stehe eine schwere Niederlage bevor: "Eure Träume werden von unserem Blut und unseren Leichen zunichte gemacht", droht der Terroristenführer. Die anderen im Irak agierenden Extremistengruppen warnte er davor, den bewaffneten Kampf aufzugeben.

In der Videobotschaft bekräftigt Al-Sarkawi auch seine Loyalität zu El-Kaida-Chef Osama bin Laden. Der Terrorchef hatte zwei Tage vor dem Video Al-Sarkawis eine Tonbandbotschaft veröffentlicht. Darin nahm Bin Laden sein Waffenstillstandsangebot zurück und drohte allen US-Bürgern mit Anschlägen.

Irakische Politiker rufen zur Einheit im Kampf gegen Terrorismus auf

Dschawad al Maliki soll Ministerpräsident in Irak werden

Ministerpräsident Dschawad al-Maliki appelliert an den Friedenswillen der Iraker

Irakische Politiker verurteilten Al-Sarkawi am Mittwoch (26.4.) als einen "Ausländer, der entschlossen ist, den Irak zu zerstören". Sie werteten das Video als eine ernst zu nehmende Drohung. Der designierte Ministerpräsident Dschawad al-Maliki rief Schiiten, Sunniten und Kurden dazu auf, eine "vereinigte Front" gegen den Terrorismus zu bilden.

Al-Sarkawi gehört zu den meistgesuchten Terroristen weltweit. Seine Terrorgruppe hat sich zu einigen der brutalsten Anschlägen und grausamsten Geiselnahmen im Irak bekannt. Die USA haben ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf seine Ergreifung ausgesetzt. In seiner Heimat Jordanien wurde Sarkawi wegen verschiedener Anschläge und Verschwörungen in Abwesenheit bereits drei Mal zum Tode verurteilt. (ana)

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