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Politik

Al-Sarkawi bei Luftangriff getötet

Der Führer der Terrororganisation El-Kaida im Irak, Al-Sarkawi, ist bei einem Luftangriff getötet worden. US-Präsident Bush bezeichnete den Tod Al-Sarkawis als "einen Sieg im weltweiten Krieg gegen den Terror".

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So zeigte sich Al Sarkawi im April in einer Videobotschaft

Amerikanische Soldaten haben am Donnerstag (8.6.2006) im Irak den meistgesuchten Terroristen des Landes, Abu Mussab al-Sarkawi, getötet. Regierungschef Nuri al-Maliki erklärte im staatlichen Fernsehen, der Anführer der El-Kaida-Terroristen im Irak sei bei einem Angriff nördlich von Bakuba ums Leben gekommen. "Heute wurde Al-Sarkawi eliminiert", sagte Al-Maliki am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Bagdad an der Seite von US-Botschafter Zalmay Khalilzad und des obersten US-Generals im Irak, George Casey. Mit Al-Sarkawi seien sieben seiner Vertrauten umgekommen, sagte Al-Maliki.

Karte Irak Bakuba Terrorchef Sarkawi bei Luftangriff getötet deutsch

Leiche identifiziert

Bewohner der Gegend hätten den irakischen Sicherheitskräften einen Tipp gegeben, und die US-Truppen hätten daraufhin den Luftangriff ausgeführt. General Casey sagte, Al-Sarkawis Leiche sei durch Fingerabdrücke und durch Augenschein identifiziert worden. Casey betonte, der Tod Al-Sarkawis bedeute noch kein Ende der Gewalt. Die Extremisten-Gruppe stelle weiter eine Gefahr im Irak dar, sagte der Kommandeur der US-Truppen in dem Golfstaat.

US-Präsident George Bush hat die Tötung Al-Sarkawis als "einen Sieg im weltweiten Krieg gegen den Terror" und einen "Schlag gegen El Kaida" bezeichnet. Das irakische Volk könne stolz auf die bei der Sicherheit erzielten Fortschritte sein. Stolz könne man auch auf die Amerikaner und "den Mut und die Professionalität der besten Armee der Welt" sein, sagte Bush am Donnerstag in Washington.

Der britische Premierminister Tony Blair hat die Tötung von Al-Sarkawi als wichtigen Schlag gegen das Terrornetzwerk El-Kaida bezeichnet. Bei einer Beratung des Regierungskabinetts sagte Blair am Donnerstag, dieser Erfolg sei ein "sehr bedeutender Moment im Irak", teilte ein Sprecher des Premiers mit. Blair sehe die Meldung vom Tod Al-Sarkawis als "sehr gute Nachricht" an. "Jeder Schlag gegen El-Kaida im Irak ist auch ein Schlag gegen El-Kaida insgesamt."

El-Kaida bestätigt

Die Terrororganisation El-Kaida hat den Tod ihres Chefs im Irak bestätigt. Eine El-Kaida nahe stehenden Website von radikalen Islamisten veröffentlichte eine entsprechende Mitteilung. Zugleich kündigte die Gruppe eine Fortsetzung ihres Kampfes an. "Wir sagen unserem Prinzen, Scheich Bin Laden, dass Deine Soldaten der El-Kaida im Irak so weiter kämpfen wie Du es Abu Mussab al-Sarkawi vorgegeben hast", erklärte die Extremisten-Gruppe.

Abu Mussab al-Sarkawi hatte nach dem Sturz des Saddam-Regimes im Irak eine Terrororganisation mit dem Namen Al-Tawhid wa Al-Dschihad (Religiöse Einheit und Heiliger Krieg) gegründet. Im Oktober 2006 erklärte der in seiner Heimat Jordanien zum Tode verurteilte Terrorist seine Loyalität zum Anführer des Terrornetzwerks El-Kaida, Osama bin Laden, und benannte seine Gruppe um in El-Kaida im Zweistromland. Einige der blutigsten Anschläge der vergangenen drei Jahre sollen auf sein Konto gehen. Er soll auch die Selbstmordanschläge in drei Hotels in Amman im vergangenen Jahr angeordnet haben. (stl)

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  • Datum 08.06.2006
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