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Aktuell Afrika

Al-Kaida-Terrornetzwerk expandiert in Somalia

Im Bürgerkriegsland Somalia geraten die Rebellen der radikalislamischen Al-Schabaab-Miliz immer stärker unter Druck. Jetzt erhoffen sie sich Rückhalt vom formellen Beitritt zum Terrornetzwerk Al-Kaida.

Vermummte Mitglieder der Al-Schabaab-Miliz (Foto: dpa)

Ein Teil des Al-Kaida-Netzwerks: Kämpfer der Al-Schabaab-Miliz in Somalia

Der Anführer von Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, bestätigte in einer Videoansprache im Internet den Beitritt. Laut Sawahiri unterstützen die Al-Schabaab-Rebellen auch die 1998 vom Terroristen Osama bin Laden formulierte Ideologie der "islamischen Weltfront für den Dschihad gegen Juden und Kreuzzügler". Außerdem sei Al-Schabaab dem Al-Kaida-Netzwerk militärisch beigetreten und nun unter einheitlicher Führung. Er forderte die somalischen Kämpfer auf, ihre Anschläge und Attentate in der somalischen Hauptstadt Mogadischu fortzusetzen.

Schabaab militärisch unter Druck

In den vergangenen Wochen war die Schabaab-Miliz in Somalia durch eine kenianische und eine äthiopische Militärintervention stark unter Druck geraten. Auch wurden etliche Al-Schabaab-Anführer durch Angriffe der kenianischen Luftwaffe und US-Drohnen getötet.

Hinzu kommen Spannungen innerhalb der Führung der Miliz, die seit Monaten andauern. Nach Medienberichten sollen in den vergangenen Monaten mindestens hundert ausländische Kämpfer Somalia verlassen haben. Viele sind demnach offenbar in den Jemen geflohen.

Die Schabaab-Miliz kämpft seit Jahren gegen die schwache Übergangsregierung in Somalia. Sie kontrolliert weite Teile des Südens und des Zentrums des ostafrikanischen Landes.

Im August 2011 zogen sich die Kämpfer offiziell aus der somalischen Hauptstadt zurück. Dennoch verüben sie weiterhin fast wöchentlich schwere Anschläge. Erst am Mittwoch wurden mindestens 15 Menschen bei einem Terroranschlag in Mogadischu getötet. Eine Autobombe war vor einem Café detoniert.

Somalia hat seit 21 Jahren keine funktionierende Regierung mehr. Die gegenwärtige Übergangsregierung kontrolliert trotz der militärischen Unterstützung durch eine afrikanische Militärmission sowie äthiopische und kenianische Truppen nur einen Bruchteil des Landes.

hp/gmf (epd, dapd, afp, dpa)

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