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Kernenergie

AKW Beznau geht wegen Leitungslecks vom Netz

Der Atommeiler Beznau ist das dienstälteste Kernkraftwerk der Welt. Das AKW liegt auf einer künstlichen Insel der Aare - einen Katzensprung hinter der Grenze zu Deutschland. Das weckt auch Ängste in Baden-Württemberg.

Block 2 des Schweizer Atomkraftwerks Beznau (Archivbild) ist überraschend vom Netz genommen worden. Grund für die Abschaltung war nach Angaben des Betreibers Axpo ein Leck an einem Ölkabel, also einem Hochspannungskabel, dessen Innenleiter von einer Ölschicht umgeben ist.

Der Schaden sei bei einem Kontrollgang entdeckt worden, erklärte ein Axpo-Sprecher. Dabei gehe es um den nicht-nuklearen Teil des Reaktors. Für Mensch und Umwelt bestehe keine Gefahr. Der betroffene Anlagenteil werde erst in einigen Tagen wieder laufen. Bis dahin könne sichtbar Dampf austreten.

Gekühlt mit Wasser aus der Aare

Das Atomkraftwerk in Döttingen nahe der Grenze zu Baden-Württemberg wird mit Wasser aus der Aare gekühlt. Seine beiden Blöcke sind identisch konstruiert. Der Meiler wurde erstmals 1969 in Betrieb genommen; Block 2 ging zwei Jahre später ans Netz. Damit ist Beznau das älteste kommerziell genutzte Kernkraftwerk der Welt.

In den vergangenen Jahren wurden etliche Störfälle gemeldet. Bei einer Inspektion vor zwei Jahren wurden zahlreiche Schäden am Reaktordruckbehälter von Block 1 entdeckt, der seither stillsteht.

jj/se (dpa, baz)