Aktivist Steudtner sitzt bei der Berlinale in Jury für Friedensfilmpreis | Filme | DW | 09.01.2018
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Filme

Aktivist Steudtner sitzt bei der Berlinale in Jury für Friedensfilmpreis

Mehrere Monate saß der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner im vergangenen Jahr in türkischer Haft. Bei der 68. Berlinale entscheidet er nun über die Vergabe eines Preises mit.

Der im vergangenen Jahr über mehrere Monate in der Türkei inhaftierte Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner sitzt in einer Jury der diesjährigen Berlinale. Wie die Organisatoren am Dienstag mitteilen, wird Steudtner als Teil eines siebenköpfigen Gremiums den Friedensfilmpreis vergeben. Aus allen Kategorien würden dafür rund 50 Filme gesichtet.

Prozess in Abwesenheit

Steudtner war im Sommer 2017 bei einem Workshop in Istanbul als Referent mit Vertretern türkischer Menschenrechtsorganisationen festgenommen und bald darauf in Untersuchungshaft überstellt worden. Die Justiz warf ihm die Unterstützung einer Terrororganisation vor. Am 25. Oktober begann der Prozess, am nächsten Tag wurde Steudtner gegen Kaution freigelassen. Seitdem hält sich Steudtner wieder in Deutschland auf, der Prozess gegen ihn wird in seiner Abwesenheit fortgesetzt.

Die 68. Berlinale beginnt am 15. Februar und ist nach Angaben der Heinrich-Böll-Stiftung, die den Preis mit vergibt, das einzige "A-Filmfestival weltweit, auf dem ein Friedenspreis verliehen wird". Vom Wettbewerbsbeitrag bis hin zum Kinderfilm hat jeder Film Chancen auf den mit 5.000 Euro dotierten Preis, der am 25. Februar vergeben wird. Im vergangenen Jahr erhielt der chilenische Beitrag "El Pacto de Adriana" die Auszeichnung.

tla/nf (epd, kna, Böll-Stiftung, friedensfilm.de)

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