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Wirtschaft

Aktien knapp im Aufwärtstrend

An der Frankfurter Börse ist die Tendenz weiter freundlich. Angetrieben von optimistischen Aussagen der US-Notenbank zur Konjunktur in den USA legten vor allem Technologiewerte zu.

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EZB-Präsident Wim Duisenberg:
Preisstabilität nicht gefährdet

Die Konjunkturzahlen auch aus Europa seien in den vergangenen Tagen 'allesamt gut ausgefallen', zuletzt der Konjunkturbericht der US-Notenbank am Mittwoch, sagten Händler. Nach Einschätzung des US-Notenbankchefs Alan Greenspan ist der Wirtschaftsaufschwung in den USA bereits voll im Gange. Auch die Europäische Zentralbank rechnet mit einem mehrjährigen Aufschwung im Euroland.

Nach zunächst deutlichem Zuwachs setzten im Laufe des Frankfurter Nachmittags dann erhebliche Gewinnmitnahmen ein. Die Standardwerte an den New Yorker Aktienmärkten rutschten nach den Äußerungen Greenspans ins Minus, weil Investoren nach Händlerangaben die Worte des Notenbankchefs als Vorboten einer möglichen Zinswende in den USA werteten. So schloß auch der Deutsche Aktienindex DAX nur noch knapp im Plus und legte 4,17 Punkte auf 5.289,43 zu.

Der erwartet Aufschwung der US-Wirtschaft wird laut Notenbankchef Greenspan nicht so deutlich ausfallen wie dies im Durchschnitt nach den vergangenen Rezessionen der Fall gewesen sei. In vergangenen Aufschwungphasen habe das Wachstum bei durchschnittlich rund sieben Prozent gelegen, sagte Greenspan am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senates. In früheren Rezessionsphasen sei der Konsum und die Nachfrage nach Häusern deutlich gesunken. Damals seien die Erholungsphasen durch einen große Nachholbedarf beim privaten Konsum gestützt worden. Dies sei dieses Mal nicht zu erwarten. Greenspan hat sich zudem gegen die Entscheidung von Präsident George Bush ausgesprochen, Importzölle für Stahl einzuführen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach Angaben von EZB-Präsident Wim Duisenberg die Preisstabilität beim gegenwärtigen Leitzinsniveau nicht gefährdet. Viele Faktoren ließen eine Konjunkturerholung in der Euro-Zone erwarten, sagte Duisenberg am Donnerstag in Frankfurt auf einer Pressekonferenz. Es mehrten sich die Anzeichen für eine Erholung der Weltkonjunktur, die zu mehr Nachfrage in der Euro-Zone führen werde.

Die EZB hatte die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins beträgt weiterhin 3,25 Prozent.

Der Euro hat am Donnerstag zeitweise ein Sechs-Wochen-Hoch zum Dollar von mehr als 0,88 Dollar erreicht. Händler begründeten die Kursentwicklung vor allem mit der wachsenden Zuversicht in eine weltweite Erholung der Wirtschaft, die Investitionen auch außerhalb der USA attraktiv erscheinen lasse.

Die Durchschnittsrendite wurde unverändert mit 4,99 Prozent errechnet.

Die Schlusskurse der Standardwerte wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 76,49 (-3,49)

Allianz 269,29 ( 1,39)

BASF 46,60 ( 0,25)

Bayer 37,40 (-0,30)

HypoVereinsbank 36,57 (-0,77)

BMW 44,17 (-0,06)

Commerzbank 20,40 ( 0,24)

DaimlerChrysler 48,75 (-0,14)

Degussa 34,21 (-0,89)

Deutsche Bank 73,00 (-0,60)

Deutsche Post 15,73 ( 0,19)

Deutsche Telekom 17,34 ( 0,19)

E.ON AG 56,97 ( 0,15)

EPCOS 50,50 ( 0,40)

Fresenius Med. Care 62,85 (-0,29)

Henkel 68,00 (-1,12)

Infineon Techno 28,35 ( 0,10)

Linde 55,30 (-0,45)

Lufthansa 19,41 ( 0,24)

MAN 28,82 ( 0,50)

Metro 41,45 (-0,15)

MLP 68,38 (-0,10)

Münchener Rück 290,01 (-3,59)

Preussag 35,01 ( 0,01)

RWE 41,26 (-0,63)

SAP 167,63 ( 1,68)

Schering 66,75 ( 1,07)

Siemens 76,10 ( 1,26)

ThyssenKrupp 17,30 ( 0,12)

VW 57,71 (-0,23)

Ausgewählte Devisennotierungen auf Basis der Refernzkurse der Europäischen Zentralbank:

Danach kostete der Euro:

0,8764 US-Dollar
0,6165 Brit.Pfund
1,4719 Schweizer Franken
112,96 Japan. Yen

  • Datum 07.03.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/1y1V
  • Datum 07.03.2002
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