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Kultur

"Akt von Zensur" in Düsseldorf

Als "Akt von Zensur" haben Deutschlands Krimiautoren am Freitag die von der Stadt Düsseldorf veranlasste Absage der Lesung einer Kriminalgeschichte in der dortigen Stadtbücherei kritisiert. Die fiktive Krimi-Story enthält kritische Anspielungen auf den Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU). Dessen Kunstverständnis werde deutlich, wenn er die Geschichte des mehrfach preisgekrönten Autors Horst Eckert "öffentlich als 'parasitäres Geschreibsel' bezeichnet", erklärte ein Sprecher des Syndikats, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren.

Ein Sprecher der Stadt bestätigte, bei der Stadtbücherei dafür gesorgt zu haben, dass die Lesung abgesetzt wurde. Der Krimi-Autor und Glauser-Preisträger Horst Eckert hatte am 30. März dort aus seinem neuen Werk lesen wollen. Der 46-jährige Autor will jetzt damit auf die Bühne eines privaten Kabaretts in Düsseldorf ausweichen.

In dem Fußballkrimi "Wege zum Ruhm" steckt der fiktive Oberbürgermeister Kroll wegen Machenschaften um eine neue Sportarena in der Klemme. Es kommt schließlich zu einer blutigen Eskalation. Das reale Oberhaupt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war wegen der neuen, millionenteuren und defizitären Düsseldorfer Sportarena massiv unter Beschuss geraten.

  • Datum 17.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/87tj
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