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Tragischer Unfall

Akrobat stürzt bei Festival in Madrid in den Tod

"The show must go on": Bei einem Musikfestival in Madrid ist ein Luftakrobat aus 28 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt. Weil das Konzert danach einfach weiterging, stehen die Organisatoren jetzt massiv unter Beschuss.

Die Veranstalter des prominent besetzten "Mad Cool Festivals" ließen in einer kurzen Stellungnahme offen, wie es zu der Tragödie kommen konnte. "Aus Sicherheitsgründen" habe man sich entschlossen, das Konzert fortzusetzen.

Bei dem Toten soll es sich um einen 1975 geborenen Spanier handeln, wie die Zeitung "El País" berichtet. Der Unfall ereignete sich am späten Freitagabend zwischen zwei Band-Auftritten.

Der Akrobat befand sich zu diesem Zeitpunkt in etwa 28 Metern Höhe. Plötzlich stürzte er aus der Box heraus in die Tiefe. Viele der 45.000 Zuschauer dachten offenbar zunächst, der Sturz sei Teil seines Programms gewesen. Hilfskräfte rannten zur Unfallstelle und versuchten vergeblich, das Opfer wiederzubeleben.

Empörung in sozialen Netzwerken

Die US-Rockband Green Day zeigte sich nach ihrem Auftritt bestürzt. "Wir sind beim Mad Cool Festival gerade von der Bühne gekommen und haben von den fürchterlichen Neuigkeiten erfahren. Ein sehr mutiger Künstler namens Pedro hat heute Nacht bei einem tragischen Unfall sein Leben verloren."

In sozialen Netzwerken machten zahlreiche User ihrem Ärger über die Entscheidung Luft. "In was für einer Scheißgesellschaft leben wir eigentlich, wenn ein Arbeiter stirbt, und die Leute einfach weiterfeiern, als wäre nichts gewesen", schrieb ein Mann auf Twitter. 

"Mangel an Moral und Respekt"

Auf Facebook beklagten Festival-Besucher, dass die Organisatoren nach dem Unglück keinerlei Erklärung auf der Bühne abgegeben hätten, obwohl die meisten Zuschauer den Akrobaten in die Tiefe fallen sahen. Dies sei ein "Mangel an Moral und Respekt gegenüber einem menschlichen Wesen" gewesen, schrieb ein Spanier.

Neben Green Day hatte sich zu dem Festival eine Vielzahl von bekannten Bands angekündigt, darunter die Foo Fighters, Manic Street Preachers, Kings of Leon und die Berliner Elektromusiker Moderat.

gri/cr (dpa)