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Afrika

Akili: "Der Preis ist eine Ehre"

Die kongolesische Protestbewegung "Lucha" gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Menschenrechtspreises "Botschafter des Gewissens" von Amnesty International. Die DW sprach mit "Lucha"-Mitglied Trésor Akili.

DW: Was war Ihre erste Reaktion, nachdem Sie erfahren haben, dass Sie den Preis erhalten?

Trésor Akili: Für uns ist es eine Ehre. Die "Lucha" ist noch eine junge Bewegung. Sie ist in einer so komplizierten Umgebung entstanden, in einer schwierigen politischen Lage. Ich denke, dass es das Engagement der aktiven Basis noch weiter verstärken wird. Wie Sie wissen, ist es im Osten der Demokratischen Republik Kongo nicht einfach, die Menschenrechte zu schützen.

Kann die Auszeichnung auch ihrem Mitstreiter Fred Bauma helfen, der seit März 2015 im Gefängnis sitzt?

Intern werden wir diesen Preis unseren Mitgliedern Fred Bauma und Rebecca Kavugho, die in Goma unter Arrest steht, widmen.

Weiß er über die Auszeichnung Bescheid? Konnten Sie ihn darüber informieren?

Ja, wir haben uns gestern darüber unterhalten. Mit Fred und mit Rebecca. Sie sind so glücklich. Sie sind so entschlossen, determiniert. Es war eine Erleichterung für sie, für uns alle.

Denken Sie, dass sich durch diesen Preis der Druck auf die kongolesische Regierung erhöht?

Ja natürlich. Bis jetzt haben sie die "Lucha" nur als aufständische Bewegung gesehen, wie Terroristen, wie eine kriminelle Vereinigung. Dieser Preis wird die Regierung davon abhalten, ihre Strategie weiterzuführen - die Jugend zu entmutigten, der Lucha beizutreten. Dieser Preis verstärkt auch unsere Mobilisierungskraft - in der breiten Bevölkerung, aber auch in den intellektuellen Zirkeln der Republik.

Trésor Akili gehört der kongolesischen Protestbewegung "Lucha" an. Die Bewegung setzt sich für Menschenrechte und den Schutz der Zivilgesellschaft im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein.

Das Interview führte Claire-Marie Kostmann

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