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Globale Zusammenarbeit

Aji bin Akhir, Schrankenwärter

Ich selber habe nur die Grundschule besucht und bin glücklich, dass ich diesen Job habe.

Der Schrankenwärter Zaki Amrullah bei der Arbeit in Jakarta. *** Autor: Zaki Amrullah, DW Aufgenommen in Jakarta, Indonesien, am 10. 05.2012

Schrankenwärter Zaki Amrullah Jakarta Indonesien

Es gibt tausende Schrankenwärter in der indonesischen Hauptstadt. Sie bewachen die rund 700 ungesicherten Bahnübergänge. Meine Arbeit ist wichtig um Unfälle an den Bahnübergängen zu vermeiden.

Der Übergang, den ich kontrolliere, heißt "Petamburan". Ich benutze als Schranke einen Holzbalken aus Bambus. Damit sichere ich den Bahnübergang. Da es keine genauen Zugfahrpläne gibt, verlasse ich mich bei der Arbeit auf meine Augen und Ohren. Die Züge geben einen lauten Pfeifton von sich, wenn sie sich nähern.

Häufig geschehen Unfälle, vor allem, weil die Auto oder Motorradfahrer den Holzbalken ignorieren und versuchen, trotz heruntergelassener Balken irgendwie durchzukommen. Die Unfälle passieren, weil die Fahrer leichsinnig sind. Trotzdem bin  fast immer ich derjenige, der von den Familien der Unfallopfer beschuldigt wird. Ich bin sogar schon einmal von der Polizei deswegen verhört worden.

Ich habe fünf Kinder.  An einem Tag kann ich zwischen 30.000 und 50.000 Rupiah ( ca. 3 – 5 Euro) verdienen. Das Geld erhalte ich von den Auto- und Motorradfahrern, die "meinen"  Bahnübergang passieren. Es ist nicht viel, aber damit verdiene ich mehr, als mancher Fabrikarbeiter in Jakarta.