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Aktuell Welt

Ajatollah gegen Gespräche mit USA

Der geistliche Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat direkten Verhandlungen mit den USA im Atomstreit eine Absage erteilt. Eine entsprechende Erklärung erschien auf seiner Internetseite.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr erklärte der Ajatollah, der in der Islamischen Republik in allen politischen Belangen das letzte Wort hat, da die US-Politik im Nahen Osten gescheitert sei, wolle Washington nun Verhandlungen mit dem Iran "um aus dem Dilemma rauszukommen". Von solchen Angeboten werde sich das iranische Volk "nicht beirren lassen".

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Iran offenbar bereit zu Atomgesprächen (03.02.2013)

In den vergangenen Tagen hatten sowohl Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad als auch sein Außenminister Ali-Akbar Salehi ihre vorsichtige Bereitschaft für direkte Gespräche mit den USA über das umstrittene Atomprogramm bekundet. US-Vizepräsident Joe Biden hatte das Angebot jüngst im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz unterbreitet. Es gebe noch Zeit und Spielraum für Verhandlungen, so Biden. Der Vizepräsident hatte aber zugleich klar gemacht, dass die USA eine iranische Nuklearwaffe nicht akzeptieren würden.

Insbesondere der Westen wirft dem Iran vor, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der UN-Sicherheitsrat, die USA und die EU haben deshalb in mehreren Runden Sanktionen gegen das Land verhängt.

Teheran beteuert, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Eine übliche Überwachung seiner Atomaktivitäten durch Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde lässt Iran aber nicht zu.

Unabhängig von Bidens Initiative wollen die fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitssrates - USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - sowie Deutschland am 26. Februar mit dem Iran Atomgespräche führen. Bei früheren Runden dieses Formats hat es allerdings keine greifbaren Fortschritte gegeben. Ziel der Sechsergruppe ist es, den Iran von der weiteren Anreicherung von Uran abzubringen.

wl/pg (dpa, ap, rtre)

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