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Politik

Airbusse und Atommeiler - Milliardengeschäfte bei Sarkozys Chinabesuch

Bei dem Besuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in China geht es vor allem ums Geschäft – es wurden Abkommen in Milliardenhöhe abgeschlossen.

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China kauft 160 Airbusse.

Beim ersten Staatsbesuch von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in China sind am Montag (26.11.07) mehrere Wirtschaftsabkommen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro unterzeichnet worden.

Rekordauftrag für Airbus

Unter anderem kauft China 160 Airbusse. Der Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Louis Gallois, unterzeichnete eine entsprechende Vereinbarung über die Lieferung von 110 A320 und 50 A330, die noch bis Jahresende bestätigt werden soll. Dieses Geschäft hätte nach Listenpreis ein Volumen von 11,5 Milliarden Euro und wäre der größte Einzelauftrag für Airbus.

Atomgeschäft mit Frankreich

Außerdem wurde bei Sarkozys Chinabesuch das größte Geschäft der französischen Nuklearindustrie abgeschlossen: China hat beim französischen Staatsunternehmen Areva zwei Druckwasserreaktoren und Brennstoffe im Wert von acht Milliarden Euro bestellt.

Internationale Konzerne sind momentan in einem harten Wettbewerb um Aufträge für chinesische Atomkraftwerke. Da China den wachsenden Energiebedarf verstärkt mit Nuklearenergie decken will, sollen in den nächsten dreizehn Jahren 32 Atomkraftwerke gebaut werden.

Frankreichs Staatspräsident in China Sarkozy umarmt Jintao

Der fanzösische Präsident Nicolas Sarkozy und sein chinesischer Kollege Hu Jintao umarmen sich nach Geschäftsabschlüssen.

Diese Geschäfte mit Airbus und der französischen Atomindustrie sind aber nicht alle Abkommen. Insgesamt wurden zwei Dutzend Wirtschafts- und Regierungsabkommen in Gegenwart von Sarkozy und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao unterzeichnet.

Währungsaufwertung? Kein Kommentar!

Eher passiv und wenig gesprächig reagierte Hu hingegen beim Thema Währungsaufwertung. Sarkozy forderte den chinesischen Staatschef öffentlich auf, den Yuan zum Euro aufzuwerten: "Wir müssen auf Wechselkurse kommen, die harmonisch und fair sind." Die chinesische Währung ist nach Auffassung der Europäischen Union im Vergleich zum Euro massiv unterbewertet. Zudem bereitet der Höhenflug der Gemeinschaftswährung EU-Politikern zunehmend Kopfzerbrechen, zumal das Handelsdefizit mit China anwächst.

Geradezu teilnahmslos wirkte Hu als sein Gast zudem noch darauf hinwies, dass China eine größere Verantwortung bei globalen Fragen wie dem Umweltschutz habe.

Markenartikel und Menschenrechte – kein Thema

Heikle Themen wie gefälschte Markenartikel und Menschenrechte fielen neben den ganzen Wirtschaftsgesprächen hingegen völlig unter den Tisch. Sowohl Menschenrechtsorganisationen wie die Internationalen Liga für Menschenrechte (FIDH) als auch mehrere französische Zeitungen kritisierten dies heftigst.

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