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Airbus zweifelt an Sensoren-Theorie

Während fieberhaft die beiden Flugschreiber des abgestürzten Airbuses A330 in den Tiefen des Atlantiks gesucht werden, wird weiter über die Absturzursache der Air-France-Maschine spekuliert.

kleines Boot mit Wrackteilen im Wasser (Foto: dpa)

Suchmannschaften haben neben Wrackteilen drei weitere Opfer der Air-France-Maschine geborgen

Der Flugzeugbauer Airbus und die Fluggesellschaft Air France halten fehlerhafte Geschwindigkeitsmesser nicht für den Grund für den Airbus-Absturz über dem Atlantik. "Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen falschen Geschwindigkeitsmessungen und dem Unfall", sagte Airbus-Chef Tom Enders am Donnerstag (11.6.2009) in der ARD. Air France-Chef Pierre-Henri Gourgeon sieht das ähnlich. "Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Geschwindigkeitssensoren die Absturzursache waren", sagte er. Die seit 2008 bekannten Fälle von Eisbildung in den Messgeräten seien nicht als schwerwiegend eingestuft worden. Die Sensoren würden nun trotzdem als Vorsichtsmaßnahme ausgetauscht.

Airbus-Chef weist Zeitungsbericht zurück

Tom Enders im Porträt mit kleinem Airbus im Anschnitt (Photo: AP)

Airbus-Chef Enders dementiert: Airbus A330/A340 bleibt nicht am Boden

Airbus dementierte einen Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen alle Maschinen der Flugzeugfamilie A330/A340 vorerst am Boden lassen wolle. "Das ist kompletter Blödsinn", sagte Enders. Der Bericht habe keinerlei Substanz. Ein Airbus-Sprecher betonte, die Maschinen seien sicher und blieben im Einsatz. Die französische Zeitung "Le Figaro" hatte berichtet, Airbus erwäge, seine Langstreckenreihe A330/A340 vorerst nicht mehr starten zu lassen.

Hinterbliebene fühlen sich nicht ausreichend informiert

Eine französische Anwältin, die einige der Familienangehörigen der Opfer vertrat, erklärte indes, mehrere Hinterbliebene seien der Auffassung, Informationen seien zurückgehalten worden. Sie hätten vor, rechtliche Schritte einzuleiten, um Zugang zu den Untersuchungsakten zu bekommen.

Beim Absturz einer A330 waren vor knapp zwei Wochen 228 Menschen ums Leben gekommen, darunter 28 Deutsche. Nachdem bereits 50 Leichen aus dem Wasser geborgen werden konnten, werden noch immer 178 Insassen des Unglücksflugs vermisst. Die Chance, weitere Absturzopfer in dem Gebiet rund 1200 Kilometer nordöstlich des brasilianischen Festlandes zu finden, werde jeden Tag kleiner, sagte ein Sprecher der brasilianischen Marine und Luftwaffe. Die Maschine der Air France war an Pfingstmontag auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris, als sie in ein schweres Unwetter geriet und vom Radar verschwand. (as/haz/rtr/dpa/afp)



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