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Wirtschaft

Airbus bleibt König der Flugzeugbauer

Der Titel des weltgrößten Flugzeugbauers geht zum wiederholten Male nach Europa: Airbus gelang es, seine Vormachtstellung gegenüber dem US-Konkurrenten Boeing zu verteidigen.

Airbus A380 von Etihad Airways (Foto:AP Photo/Airbus)

Airbus A380 von Etihad Airways

Auch wenn Boeing im vergangenen Jahr zahlreiche Großaufträge einheimsen konnte - bei den Auslieferungen mussten sich die Amerikaner ein weiteres Mal Airbus geschlagen geben. Wie Boeing in Seattle mitteilte, verließen 2011 insgesamt 477 Verkehrsflugzeuge des US-Konzerns die Montagehallen. Airbus kam nach Angaben aus Branchenkreisen auf mehr als 530 Maschinen. Exakte Zahlen wollen die Europäer erst Mitte Januar verkünden.

Der Rückstand von Boeing ist für die Amerikaner aber letztlich nur ein Schönheitsfehler. "Das vergangene Jahr war eines der spannendsten und wichtigsten in der Geschichte von Boeing", erklärte Verkehrsflugzeug-Chef Jim Albaugh. Angesichts einer überalterten Flotte, schärferer Umweltauflagen, höherer Kerosinpreise und steigender Passagierzahlen in den Schwellenländern hatten die Fluggesellschaften 2011 massenhaft Bestellungen aufgegeben - bei Boeing waren es unterm Strich 805 - im Vergleich zu lediglich 530 im Jahr zuvor, als den Fluglinien noch die Rezession in den Knochen steckte.

"MAX gegen neo"

Airbus war zuletzt vor allem mit seinem modernisierten Kurz- und Mittelstreckenjet "A320neo" erfolgreich. Boeing entschied sich daraufhin, sein eigenes Top-Modell ebenfalls zu renovieren und als "737 MAX" auf den Markt zu bringen. Für den Flieger lägen inzwischen mehr als 1000 feste Bestellungen und Absichtserklärungen vor, sagte Marketingchef Randy Tinseth.

Nach jahrelangen Verzögerungen konnte Boeing im vergangenen Jahr auch die ersten drei Langstreckenmaschinen vom Typ 787 "Dreamliner" ausliefern und 13 neue Bestellungen für den Hoffnungsträger einsammeln. Airbus' Gegenentwurf A350 ist noch in der Entwicklung.

Autor: Christian Walz (dpa, rtr, dapd)
Redaktion: Frank Wörner