Air Berlin fliegt noch tiefer in die roten Zahlen | Aktuell Deutschland | DW | 27.04.2016
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Aktuell Deutschland

Air Berlin fliegt noch tiefer in die roten Zahlen

Air Berlin kommt nicht aus der Krise. Im Geschäftsjahr 2015 weitete Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Nettoverlust auf 446,6 Millionen Euro aus

Damit wurde der Rekordfehlbetrag von 377 Millionen Euro aus dem Jahr 2014 noch mal übertroffen, wie Air Berlin mitteilte. Der Umsatz fiel um zwei Prozent auf 4,08 Milliarden Euro.

In der Presseerklärung des Lufthansa-Rivalen heißt es weiter, 2015 habe Air Berlin wegen ungünstiger Preisabsicherungsgeschäfte nur wenig von den niedrigeren Treibstoffpreisen profitieren können. Dieses Jahr soll das anders aussehen: "2016 werden wir von der relativ günstigen Kerosinpreisentwicklung in Höhe von 250 Millionen Euro profitieren", sagte Konzernchef Stefan Pichler.

Air-Berlin-Chef Pichler (Foto: dpa)

Air-Berlin-Chef Pichler

Neue Strategie soll Gewinne bringen

Pichler hatte im November eine neue Strategie vorgestellt, mit der er bei Air Berlin die Wende schaffen will. Mit Langstreckenverbindungen, Kostensenkungen und dem Fokus auf Firmenkunden soll die Fluggesellschaft wieder auf Vordermann gebracht werden. Spätestens bis Mitte 2017 soll früheren Angaben zufolge der Flug in die schwarzen Zahlen gelingen.

Air Berlin ist seit längerem angeschlagen. Auch mehrere Sanierungsrunden und Chefwechsel brachten kaum Besserung. In den vergangenen acht Jahren fuhr die Airline nur einmal einen Konzernüberschuss ein. Die Fluggesellschaft Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Großaktionär von Air Berlin, hält das Unternehmen seit dem Einstieg 2011 mit Finanzspritzen über Wasser. Air Berlin verfügt nach den jahrelangen Verlusten über kein Eigenkapitalpolster mehr.

wl/stu (dpa, rtr)