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Aktuell Amerika

AIDS und HIV rücken ins Rampenlicht

AIDS gehört trotz Aufklärung weiterhin zu einer der schwersten Epidemien der Gegenwart. Microsoft-Gründer Bill Gates sieht in einem Impfstoff die Lösung. Elton John überrascht dagegen mit einer skurrilen Idee.

Rund vier Milliarden US-Dollar seines Vermögens von rund 60 Milliarden hat Microsoft-Gründer Bill Gates (Artikelbild) dem Kampf gegen AIDS bereits zur Verfügung gestellt. Es ist ein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt. Daher richtete Gates in seiner Rede auf der internationalen AIDS-Konferenz in Washington mahnende Worte an das Publikum. Die Behandlung von AIDS-Kranken allein werde das Problem nicht lösen, meinte Gates. Er forderte auch bessere Maßnahmen zur Prävention, darunter die Entwicklung eines Impfschutzes gegen das HI-Virus.

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Gespräch mit dem AIDS-Forscher Keppler

In eine ganz andere Richtung lief die Rede von Popstar Elton John. Sein Rezept für die Bekämpfung von HIV und AIDS lautet Liebe. "Wir brauchen mehr als nur Geld. Wir brauchen mehr als nur Medizin", erläuterte der Musiker sein Konzept. "Wir brauchen Liebe." Er betonte vor allem den gesellschaftlichen Umgang mit HIV-Positiven und AIDS-Kranken. "Wir müssen Schande mit Liebe ersetzen. Wir müssen das Stigma mit Mitgefühl ersetzen." Damit zielt John auf die Ausgrenzung von AIDS-Kranken. Man mache sie für ihr Schicksal verantwortlich.

Wer glaubt, HIV und AIDS seien unter Kontrolle, der irre, so das Credo der 25.000 Forscher, Politiker, Aktivisten und Betroffenen auf der internationalen AIDS-Konferenz in Washington. Die Krankheit sei noch längst nicht besiegt, mehr Aufklärungsarbeit und Forschungsanstrengungen seien nötig.

Clinton verbreitet Zuversicht

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Marcels Kampf gegen AIDS # 24.07.2012

Dennoch seien viele Forscher und Politiker positiv gestimmt, denn in jünster Zeit konnten sie einige Erfolge verzeichnen. So beschwor auch US-Außenministerin Hillary Clinton die Ausrottung der Immunschwächekrankheit. "Wir wollen das Ziel einer AIDS-freien Generation erreichen", sagte Clinton in Washington. "Das ist ein Kampf, den wir gewinnen können. Wir sind schon so weit gekommen." Die USA spendeten armen Ländern 80 Millionen US-Dollar, um dieses Ziel zu erreichen. "Wir werden für die notwendigen Ressourcen kämpfen, um diesen historischen Meilenstein zu erreichen.

Rund 34 Millionen Menschen weltweit sind UN-Angaben zufolge HIV-positiv, 30 Millionen sind bereits an AIDS gestorben und nur sechs Millionen weltweit werden behandelt.

nis/wl (afp, dapd, dpa)

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