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DokFilm

Ai Weiwei – sein Leben in Stichpunkten

28. August 1957:  in Peking geboren. Seine Familie wird vom Mao-Regime in die Wüste Gobi verbannt.

1978: schreibt sich an der Filmakademie in Peking ein, erste Werke entstehen.

1979: Mitbegründer der avantgardistischen Künstlergruppe "The Stars", die gegen Zensur protestiert und bald verboten wird.

1981: geht nach New York. Dort studiert er zeitweise an der Parsons School of Design und wohnt im East Village. Er schlägt sich als Straßenkünstler durch und besucht Kasinos.

1993: kehrt zurück nach Peking als sein Vater erkrankt. Ai Weiwei produziert Kunstwerke und kritisiert das Regime. Bald entwickelt er sich zu einem der führenden Künstler Chinas.

2007: bringt 1.001 Chinesen zur Documenta 12 nach Kassel. Die Kunstaktion „Fairytale“, Märchen, kostet 3,1 Millionen Euro und erregt weltweit großes Aufsehen. Zum spektakulärsten Projekt der Documenta aber wird Ais Installation "Template" erklärt, die im Sturm umkippt. Ein Holzturm aus Türen und Fenstern von Häusern, die dem chinesischen Bauboom zum Opfer gefallen sind.

2008: konzipiert gemeinsam mit den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron das Pekinger Olympiastadion. Ai Weiwei übt Kritik an der Regierung.

2009: erstellt eine Namensliste der Schulkinder, die beim Erdbeben in Sichuan getötet wurden, und protestiert damit gegen Pfusch am Bau in Schulgebäuden. Helfer von Ai Weiwei werden festgenommen. Im August setzte sich Ai Weiwei in der südchinesischen Stadt Chengdu für den angeklagten Bürgerrechter Tan Zuoren ein. Sicherheitskräfte schlagen Ai Weiwei zusammen und halten ihn stundenlang fest, so dass er dem Gerichtsprozess nicht beiwohnen kann.

2009: Ausstellung „So Sorry“ im Haus der Kunst in München. Während der Aufbauarbeiten muss Ai Weiwei ins Krankenhaus. Als Spätfolge der Schläge durch die Polizei in Chengdu hat er lebensgefährliche Gehirnblutung erlitten und muss sich in München operieren lassen.

2010: Ai Weiwei will mit einer Party auf die Zwangsschließung seines neues Studios in Shanghai aufmerksam machen. Bevor er abreisen kann wird er in Peking unter Hausarrest gesetzt.

2010 -2011: Ausstellung „Ai Weiwei – Sunflower Seeds“ in der Tate Modern in London.

2011: Am 3. April wird Ai Weiwei auf dem Pekinger Flughafen von Beamten abgeführt und bleibt für 81 Tage verschwunden. Die Polizei durchsucht sein Atelier und verhört seine Mitarbeiter. Die Behörden werfen einem von Ai geführten Unternehmen Steuerhinterziehung vor. Sein Verbleib ist unklar. Die chinesische Regierung zeigt sich von den internationalen Protesten zur Freilassung des Künstlers unberührt. Im Mai wählt die Berliner Akademie der Künste Ai Weiwei in Abwesenheit zu ihrem Mitglied. Am 22. Juni kommt Ai Weiwei frei. Er steht kurzzeitig unter Hausarrest und hat Reiseverbot.

2011-2015: Ai Weiwei darf China nicht verlassen. Viele seiner Ausstellungen finden ohne ihn statt, wie die Werkschau "Evidence", "Der Beweis", im Berliner Martin Gropius Bau oder eine Ausstellung in der Royal Academy of Arts in London.

2015: am 22. Juli Ai Weiwei erhält seinen Pass zurück und zieht nach Berlin, wo seine Lebensgefährtin mit Sohn bereits wohnen. Er bezieht ein Atelier am Pfefferberg und beginnt mit seiner Lehrtätigkeit als Einstein-Gastprofessor an der Universität der Künste vor. Sein Thema: Flucht und Migration. Auch in seinen Kunstprojekten und in einem großen Dokumentarfilm "Human Flow“.

2016: die europäische Flüchtlingskrise ist wird zentrales Thema verschiedener Ausstellungen: Schwimmwesten-Installation am Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, F Lotus im Teich des Schlosses Belvedere in Wien, translocation-transformation im 21er Haus in Wien, Libero im Palazzo Strozzi, Florenz und Gesetz der Fahrt in der Tschechischen Nationalgalerie, Prag.

 

Ausblick: Mai 2017 „Maybe, Maybe Not“ im Israel Museum, Jerusalem; Juni 2017 "Hansel & Gretel" in der Armory, New York; Sommer 2017 Premiere seines Dokumentarfilm „Human Flow“; Oktober 2017 „Good Fences Make Good Neighbors“ Kunstprojekt in verschiedenen Stadtteilen New Yorks…

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