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Kultur

Ai Weiwei dreht Kurzfilm mit Til Schweiger

Der chinesische Regimekritiker ist Star der internationalen Kunstszene, der deutsche Schauspieler Publikumsmagnet in den Kinos: Gemeinsam wollen Ai Weiwei und Til Schweiger einen Film über Berlin drehen.

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Ai Weiwei im Episodenfilm

Ai Weiwei, der in China unter Hausarrest steht und das Land nicht verlassen darf, will bei der Berlinale von Peking aus in Fernregie die erste Episode des Films über die deutsche Hauptstadt drehen. Per Skype wird er den Darstellern Regieanweisungen geben; vor Ort wird er von Produzent Claus Clausen vertreten. Til Schweiger habe seine Mitarbeit an dem Projekt zugesagt, bestätigte seine Produktionsfirma Barefoot Films am Dienstag (03.02.2015). Welche Rolle der Schauspieler, der sich längst auch einen Namen als Regisseur und Produzent gemacht hat, spielen wird, ist noch nicht bekannt.

Ai Weiwei wird nicht nur Regie führen, sondern auch sich selbst spielen. Die lange in Ost und West geteilte Stadt Berlin ist Dreh- und Angelpunkt für die Geschichte über einen Vater, der seinen Sohn nicht besuchen darf. Auch Ai Weiweis Sohn Ai Lao werde eine Rolle übernehmen, teilte die Produktionsfirma mit. Der Sechsjährige lebt mit seiner Mutter Wang Fen in Berlin. Sie war es auch, die das Skript für die erste Episode schrieb.

Ein Herz für Berlin

Til Schweiger

Til Schwieger freut sich schon auf das Projekt

Bisher liegen Episodenfilme aus den Metropolen Paris, New York und Rio de Janeiro vor, wobei jeweils unterschiedliche Regisseure einen unabhängigen Kurzfilm beigesteuert haben: Nach "Paris, je t'aime" (2006), "New York, I Love You" (2009) und " Rio, Eu Te Amo" (2014) soll eine solche Hommage an eine Stadt nun auch in Berlin entstehen. Der Dreh der Ai-Weiwei-Episode wird während des ersten Wochenendes der Berlinale vom 7. bis 9. Februar stattfinden.

Die Produzenten dokumentieren die Arbeiten von Til Schweiger und Ai Wei Wei mit einem eigenen einstündigen Film unter dem Titel "Free Heart". Das Motto ist zugleich der Titel einer begleitenden Kunstaktion, an der sich jeder beteiligen kann. Die Initiatoren rufen dabei alle Freunde und Unterstützer von Ai Weiwei und die Fans von Til Schweiger dazu auf, sich selbst zu fotografieren. Auf diesen Selbstporträts sollen immer zwei Personen mit ihren Händen gemeinsam ein Herz formen – oder alternativ ein "B" für die Stadt Berlin – und damit ihre Sympathie für das Projekt bekunden. Die Fotos sollen in Berlin am Potsdamer Platz und in China auf Monitoren zu sehen sein.

suc/rey (dpa, Osnabrücker Zeitung)

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