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Politik

Ahmadinedschad zu Dialog mit USA bereit

Bei den Feiern zum 30. Jahrestag der Islamischen Revolution hat sich der iranische Präsident zu Gesprächen mit den USA bereit erklärt. Hunderttausende demonstrierten zur Unterstützung der Revolution.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad (Quelle: AP)

Sinneswandel bei Irans Präsident

Vor den Demonstranten in der iranischen Hauptstadt Teheran sagte Mahmud Ahmadinedschad am Dienstag (10.02.2009), Bedingung für Gespräche mit den USA sei, dass der Dialog auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt beruhe. Die neue US-Regierung von Präsident Barack Obama hatte Teheran zu direkten Gesprächen vor allem über das umstrittene Atomprogramm des Landes aufgefordert. Die USA und andere westliche Staaten verdächtigen den Iran, mit seinem Atomprogramm auf die Entwicklung von Atomwaffen hinzuarbeiten. Nach Angaben Teherans dient das Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken.

"Revolution lebhaft und gefestigt"

Für die Revolutionsfeiern geflaggte Straße in Teheran (Foto: Shabnam Nourian)

Für die Revolutionsfeiern geflaggte Straße in Teheran

Ahmadinedschad verteidigte den Umsturz von 1979 als erfolgreich. "Die islamische Revolution ist nach 30 Jahren so lebhaft wie ein 15-jähriger Jugendlicher und so gefestigt wie ein 60-Jähriger", sagte der Präsident auf dem Asadi Platz (Platz der Freiheit). Dort hatte vor 30 Jahren Großajatollah Ruhollah Khomeini die 2500 Jahre alte Monarchie für abgeschafft erklärt und den Grundstein für die Islamische Republik gelegt.

"Ich kündige hiermit offiziell an, dass der Iran heute eine wahre Supermacht ist", sagte Ahmadinedschad weiter und wies auf die "wissenschaftlichen Errungenschaften" seines Landes hin. Der Iran hatte am 2. Februar erstmals einen eigenen Satelliten ins All geschossen. Eine Replik des Omid-Satelliten sowie der Safir-2-Rakete, die ihn ins All gebracht hatte, wurden bei der Demonstration ebenfalls mitgeführt.

Bei der Massendemonstration in Teheran wurden auch Schilder und Spruchbänder mit Aufschriften wie "Tod den USA" und "Tod Israel" oder "30 Jahre Freiheit, 30 Jahre Stolz" gezeigt, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Angriff auf Chatami

Der frühere iranische Präsident Mohammed Chatami, der bei den Wahlen am 12. Juni wieder antreten will, ist nach eigenen Angaben bei den Revolutionsfeiern in Teheran bedroht worden. Während der Massenkundgebung hätten etwa ein dutzend Männer versucht, ihn anzugreifen, hieß es auf Chatamis Internetseite.

Die mit Stöcken bewaffneten Männer hätten unter anderem "Tötet Chatami" und "Wir wollen keine amerikanische Regierung" skandiert. Die Leibwächter hätten den Ex-Präsidenten schnell in ein Gebäude gebracht, um ihn zu schützen, hieß es auf der Web-Seite weiter. Der als Reformer geltende Politiker war bereits von 1997 bis 2005 Staatschef. (wl/hr)

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