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Sport

Ahlmann siegt beim Großen Preis von Aachen

Christian Ahlmann gewinnt das ruhmreiche Springen beim CHIO in Aachen. Bei der Dressur müssen sich die Deutschen geschlagen geben. Charlotte Dujardin setzt sich in Abwesenheit von Millionenhengst Totilas durch.

Triumphaler Siegesritt von Christian Ahlmann: Der 39-Jährige ritt am Sonntag beim Großen Preis von Aachen im Sattel von Codex One erstmals zum Sieg. Bei der Prüfung setzte sich Ahlmann nach zwei Umläufen mit dem einzigen fehlerfreien Ritt des Stechens durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der US-Amerikaner Kent Farrington mit Voyeur und Marcus Ehning mit Plot Blue.

Überschattet wurde der aus deutscher Sicht erfolgreiche Springwettbewerb von einem schlimmen Sturz: In der ersten Runde war die 24 Jahre alte Reiterin Katrin Eckermann im Wassergraben gestürzt. "Das war wieder ein Riesenschreck. So etwas braucht man nicht", sagte Bundestrainer Otto Becker. Später dann die erste Entwarnung: Kopf und Wirbelsäule blieben unverletzt, Eckermanns Schlüsselbein war gebrochen. Ihr Pferd Firth of Lorne zog sich Stauchungen sowie ein Trauma zu.

Nur schwer konnten die Reiter wieder zur Normalität übergehen. "Man ist schon mitgenommen, muss sich aber auch konzentrieren", sagte Ahlmann vor dem Stechen. Dort zeigte der Europameister von 2003 seine ganze Klasse. Drei der fünf Reiter im Stechen gehörten der Equipe des Gastgebers an. Im zweiten Durchlauf kam indes das Ende für den viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum, der mit Chiara einen Abwurf hatte. Ex-Europameisterin Mereddith Michaels-Beerbaum blieb mit ihrem Nachwuchspferd Fibonacci im ersten Umlauf fehlerfrei, musste aber wegen einer Verletzung des Wallachs aufgeben.

Olympiasiegerin gewinnt Kür

Kür-Siegerin Charlotte Dujardin (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Kür-Siegerin Charlotte Dujardin

Charlotte Dujardin sicherte sich mit ihrem Ritt auf Valegro den Sieg in der Kür. Hinter der Britin kam Vize-Europameisterin Helen Langehanenberg mit Damon Hill auf Rang zwei. Die Plätze drei und vier belegten Isabell Werth mit Bella Rose und Kristina Sprehe mit Desperados.

Für enttäuschte Gesichter beim Aachener Publikum sorgte die Absage von Matthias Rath nach den Siegen im Grand Prix und im Special für die Kür. Rath wolle den Hengst Totilas mit Blick auf die WM Ende August schonen, lautete die Begründung. "Er hat mehr gemacht als die meisten anderen Pferde. Nach zwei harten Prüfungen hier in Aachen setzen wir den ruhigen Aufbau fort", erklärte Rath. "Das ist schade, dass er nicht dabei war", sagte Siegerin Dujardin, die ihre Titelambitionen für die WM Ende August in der Normandie unterstrich. "Es wäre aufregend gewesen, wenn sie heute dabei gewesen wären."

Olympiatrio und Rath fahren zur WM

Die Reiterinnen aus dem Olympia-Trio und Matthias Rath mit Totilas bilden Ende August in Caen auch das deutsche WM-Quartett. Neben dem 29 Jahre alten Dressurreiter Rath nominierte der Dressur-Ausschuss am Sonntag in Aachen Helen Langehanenberg mit Damon Hill, Kristina Sprehe mit Desperados und Isabell Werth mit Bella Rose. Falls Werths Stute ausfällt, würde die fünfmalige Olympiasiegerin mit Don Johnson starten. Reserve-Reiterin ist Fabienne Lütkemeier. "Wir haben die beste Mannschaft seit 20 Jahren", sagte Werth.

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