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Afrika

Afrikanischer Aktivist wird Greenpeace-Chef

Als Teenager kämpft er gegen die Apartheid in seiner Heimat, später leitet er weltweite Kampagnen gegen Armut und für die Achtung der Menschenrechte. Jetzt ist Kumi Naidoo der neue Greenpeace-Chef. Als erster Afrikaner.

Kumi Naidoo (Foto: AP)

Kumi Naidoo

Sein Lebenslauf beeindruckt: Schon mit 15 Jahren beteiligt sich der Südafrikaner an Protesten gegen das Apartheidsystem. Er führt selbst Studentenproteste an bis er schließlich vor Verfolgung und Haft ins Exil flüchtet.

Einsatz für Menschrechte

Als Stipendiat promoviert Kumi Naidoo an der Oxford Universität in Politikwissenschaften, bevor er nach Südafrika zurückkehrt. Dort setzt er sich zehn Jahre lang mit der Organisation "CIVICUS - World Alliance for Citizen Participation" für mehr Bürgerrechte ein. Er ist Mitbegründer von "Global Call to Action Against Poverty" (GCAP). Mittlerweile ist die Organisation zu einer Koalition von Aktivisten aus mehr als 100 Ländern agewachsen. Derzeit führt Kumi Naidoo die "Global Campaign for Climate Action" - auch Greenpeace ist Mitglied.

(Foto: AP)

Greenpeace macht immer wieder mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam

Bei seinem Amtsantritt am Montag (16.11.2009) sagte Naidoo, der Klimawandel mache seinen neuen Posten zu einem logischen Schritt in seinem Lebenslauf. Es bringe nichts, sich um andere Entwicklungsprobleme zu kümmern, so lange der gesamte Planet in Gefahr sei.

Kumi Naidoo löst den Deutschen Gerd Leipold an der Spitze von Greenpeace ab. Leipold war neun Jahre lang Chef von Greenpeace. Mit Naidoo rückt zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation jemand an die Spitze, der nicht aus der Organisation selbst kommt.

Autorin: Christine Harjes (ap/kna)

Redaktion: Katrin Ogunsade