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Politik

Afrikanische Union verlängert Sudan-Mandat

In der Krisenregion Darfur sind derzeit 7000 Soldaten der Afrikanischen Union stationiert. Ihr Einsatz wurde nun verlängert. Zusätzliche UN-Truppen lehnt der Sudan weiterhin ab.

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UN-Chef Kofi Annan und AU-Präsident Alpha Oumar Konare im Juli 2006

Der Sudan hat nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) einer Verlängerung der AU-Mission in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur um sechs Monate zugestimmt. Der Sudan habe akzeptiert, dass die Kontrolle über das Kommando über den Einsatz bei den Vereinten Nationen liegen werde, sagte der Vorsitzende des AU-Ausschusses für Frieden und Sicherheit, Dijnnit Said, am Donnerstag (30.11.2006) am Rande des AU-Gipfels in Abuja. Das AU-Mandat wäre ohne Verlängerung Ende des Jahres ausgelaufen.

Bei den Truppen werde es sich im wesentlichen um afrikanische Soldaten handeln, möglicherweise werde die AU-Mission aber Unterstützung von UNO-Einheiten benötigen. Die AU werde nun über den Umfang des Einsatzes entscheiden und in Abstimmung mit UN-Generalsekretär Kofi Annan die Kommandostrukturen festlegen. UN-Truppen lehnt der sudanesische Präsident Omar Hassan el Baschir entschieden ab.

UN-Sondersitzung im Dezember

Karte Dafur

Darfur ist ungefähr so groß wie Frankreich und in drei Provinzen aufgeteilt, die insgesamt rund fünf Millionen Einwohner haben. Die meisten Menschen sind Schwarzafrikaner. Eine Minderheit, überwiegend Nomaden, spricht arabisch. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Islam.

In Darfur bekämpfen sich seit Februar 2003 regierungsnahe Milizen und Rebellen in einem Bürgerkrieg. Schätzungen zufolge wurden 200.000 Menschen getötet und 2,5 Millionen in die Flucht getrieben. Die bereits bestehende Friedensmission der AU konnte dies nicht verhindern; sie ist schlecht ausgerüstet und leidet an Finanznot.

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen will sich im Dezember auf einer Sondersitzung mit der Lage in Darfur befassen. Finnland hatte die Sitzung im Namen der Europäischen Union beantragt. Der finnische Botschafter sprach auf einer Pressekonferenz in Genf von einer dringlichen Angelegenheit: "Die Lage ist sehr ernst und verdient wirklich ernste Aufmerksamkeit." (kas)

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