Afrikanische Sportler hoffen auf Asyl in Australien | Aktuell Welt | DW | 21.05.2018
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Commonwealth Games

Afrikanische Sportler hoffen auf Asyl in Australien

Im April richtete Australien die Commonwealth Games aus. Das Sportereignis hat ein politisches Nachspiel. Mehr als 200 Athleten und Funktionäre aus Afrika beantragten Asyl.

Regierungsbeamte in Sydney bestätigten, dass es sich um 205 Teilnehmer der Spiele handele. Ihnen seien zunächst Überbrückungsvisa gewährt worden, um ihre Asylanträge zu prüfen, berichtet die Agentur Australian Associated Press.

Weitere 50 Sportler oder Offizielle seien auf der Flucht vor den Einwanderungsbehörden und würden wahrscheinlich abgeschoben, sobald ihr Aufenthaltsort festgestellt werde. Einer der Flüchtlinge sei gefasst worden und befinde sich in Haft.

Der Nachweis muss erbracht werden

Die australischen Behörden wollten nicht bekannt machen, aus welchen afrikanischen Commonwealth-Nationen die Athleten stammen. Zuvor hatten mehrere Rechtsanwälte aber erklärt, dass sie Sportler aus Kamerun, Uganda, Ruanda, Ghana und Sierra Leone vertreten würden. Die Antragsteller müssen nun nachweisen, dass sie tatsächlich aufgrund von Religion, Rasse, Nationalität, sozialer Herkunft oder ihrer politischen Haltung mit Verfolgung in ihren Heimatländern rechnen müssen.

Die Commonwealth Games fanden in diesem Jahr zum 21. Mal statt. Die Spiele gelten als das drittgrößte Multisportereignis der Welt - nach den Olympischen Spielen und den Asian Games.

haz/mak (dpa, afp)

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