1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Afrika

Afrikanische Entführer lassen Deutsche frei

Die vor einem Vierteljahr in Mali entführte deutsche Touristin ist wieder frei. Das bestätigte Bundesaußenminister Steinmeier. Auch Geiseln aus der Schweiz und Kanada wurden freigelassen.

Marianne P. (Archiv)

Marianne P.

Die deutsche Rentnerin befinde sich in der Obhut deutscher Diplomaten in Malis Hauptstadt Bamako, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Marianne P. "ist gezeichnet von den Strapazen der Verschleppung und wird medizinisch betreut." Auch eine Schweizerin, die im Januar zusammen mit der 77 Jahre alten Deutschen und zwei weiteren Touristen verschleppt worden war, kam frei. Zu der Entführung hatte sich der nordafrikanische Arm des Terrornetzwerks El Kaida bekannt. Im Austausch für die Geiseln wollten die Islamisten inhaftierte Gesinnungsgenossen freipressen.

UN-Sondergesandter wieder in Freiheit

Amadou Toumani Touré (Foto: AP)

Vermittelte: Malis Präsident Amadou Toumani Touré

Im Dezember hatten Extremisten im benachbarten Niger bereits zwei kanadische UN-Diplomaten in ihre Gewalt gebracht - auch sie wurden nun in Mali freigelassen. Es handelt sich um den UN-Sondergesandten für den Niger, Robert Fowler, sowie seinen Kollegen Louis Guay. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Freilassung der vier Geiseln. Zugleich dankte er den Behörden in Burkina Faso, Mali und Niger für ihre Vermittlungsbemühungen. UN-Mitarbeiter sollten ihrer wichtigen Arbeit ohne Angst nachgehen können, erklärte eine UN-Sprecherin in New York. Auch Steinmeier zeigte sich erleichtert. Er dankte dem Krisenstab in Berlin und der deutschen Botschaft in Bamako. Besonders hob er die malische Führung unter Staatspräsident Amadou Toumani Touré hervor, "mit der wir eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben".

Auswärtiges Amt warnt

Karte Mali / Niger (Quelle: DW)

Gefährliches Terrain: Grenzgebiet Mali / Niger

Die Urlaubergruppe, der die Deutsche angehörte, war bei der Rückfahrt von einem Tuareg-Kulturfest im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger verschleppt worden. Die Region gilt als äußerst unsicher. In den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes in Berlin heißt es, in den nordafrikanischen und den südlich der Sahara gelegenen Ländern wachse die Gefahr des islamistischen Terrorismus. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene Gebiete ab. Anhänger von El Kaida suchten dort gezielt nach Ausländern für Entführungen. (wa/se/kle/dpa/ap/rtr/afp)

WWW-Links