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Aktuell Afrika

Afrika-Reise: Papst fordert stärkeren Kampf gegen Armut

Papst Franziskus beginnt seine erste Afrika-Reise mit klaren Worten. Die Regierenden müssten sich mehr um die Armen und den Erhalt der Umwelt kümmern. Armut sei ein Nährboden für Gewalt und Terror.

Die Bekämpfung der Armut ist eines der zentralen Themen des Pontifikats von Papst Franziskus. Und so mahnte er gleich bei seiner Ankunft in Kenias Hauptstadt Nairobi, die Führung des Landes müsse sich transparent für das Allgemeinwohl einsetzen und wahre Sorge für die Bedürfnisse der Armen zeigen. Armut und Perspektivlosigkeit seien der Nährboden für Gewalt, Konflikte und Terrorismus, sagte Franziskus bei einer Rede vor Präsident Uhuru Kenyatta und weiteren Regierungsmitgliedern des ostafrikanischen Landes. Rund ein Viertel der rund 45 Millionen Kenianer muss von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben.

Umwelt-Rede vor der UNEP

Am Donnerstag trifft der 78-jährige Pontifex Vertreter anderer Religionen, darunter Protestanten, Anglikaner, Muslime und Angehörige traditionelle afrikanischer Religionen. Anschließend will er auf dem Gelände der Universität Nairobi vor bis zu 500.000 Gläubigen eine Messe zelebrieren. Schon bei der Ankunft des Papstes säumten Tausende Kenianer Straßen Nairobis, schwenkten kenianische Fahnen und jubelten Franziskus zu.

In Nairobi will der Papst außerdem am Hauptsitz der UN-Umweltorganisation (UNEP) eine Rede zum Thema Umweltschutz halten. Erst vor wenigen Monaten hatte Franziskus in einer päpstlichen Enzyklika einen entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel gefordert.

Besuch im Krisenland Zentralafrika

Die Afrika-Reise nach Kenia, Uganda und in den Krisenstaat Zentralafrikanische Republik ist die elfte Auslandsreise seit Franziskus' Amtsantritt im März 2013. Afrika ist die Weltregion, in der die katholische Kirche am meisten wächst. Es ist das erste Mal, dass Papst Franziskus den afrikanischen Kontinent besucht. Seine Reise wird von massiven Sicherheitsbedenken begleitet. In Kenia verübt die radikal-islamische al-Schabab-Miliz aus Somalia immer wieder Anschläge, weil sich Nairobi in Somalia am Kampf gegen die Islamisten beteiligt.

Papst Franziskus und Kenias Präsident Uhuru Kenyatta beim Empfang mit militärischen Ehren (Foto: rtr)

Empfang mit allen Ehren: Links der Papst, daneben Kenias Präsident Kenyatta

Auch die letzte Station, Zentralafrika, gilt als hochgefährlich. In dem Staat, einem der ärmsten Länder der Welt, metzeln sich muslimische Rebellen und christliche Milizen gegenseitig nieder. Angesprochen darauf sagte Franziskus, er fürchte sich nur vor den Moskitos. Zentralafrika gilt ganzjährig als Malaria-Risikogebiet.

cw/qu (dpa, afp, epd, kna)

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