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Sport

Afrika jubelt über Ghana - Auch Italien weiter

Italien hat im Zitterspiel gegen Tschechien kühlen Kopf bewahrt und als Gruppensieger das Achtelfinale der WM erreicht. Mit einem Sieg über die USA zieht auch Ghana in die K.o.-Runde ein.

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Pimpong und Appiah freuen sich über das 2:1

Unbeeindruckt vom Wirbel um den Fußball-Skandal in der Heimat, gewann der dreimalige Weltmeister in Hamburg das "Finale Furioso" der Gruppe E mit 2:0 gegen den vermeintlichen Geheimfavoriten. Das Aus für die erstmals seit 1990 für eine WM qualifizierten Tschechen besiegelte im Fernduell WM-Debütant Ghana. In der K.o.-Runde treffen die nun seit 21 Spielen unbesiegten "Azzurri" am Montag in Kaiserslautern auf den Zweiten der Brasilien-Gruppe.

WM 2006 - Tschechien - Italien

Marco Materazzi springt am höchsten: 1:0

Marco Materazzi mit seinem ersten Länderspieltor und WM-Nachrücker Filippo Inzaghi sorgten für den am Ende ungefährdeten Sieg der Italiener. Die Italiener hätten noch höher gewinnen müssen, zumal Tschechien nach der Gelb-Roten Karte gegen Jan Polak eine Halbzeit lang in Unterzahl spielte. Der überragende Pavel Nedved mühte sich redlich, doch der Juve-Star war gegen seine Kollegen aus der Serie A meist auf sich allein gestellt und schlich nach seinem wohl letzten Länderspiel mit hängenden Schultern vom Platz.

Müde Tschechen, routinierte Italiener

Im Wissen, dass ihnen nur ein Sieg das Weiterkommen aus eigener Kraft sichern würde, drängten die Tschechen auf ein frühes Tor und zogen ihr gefürchtetes Offensivspiel auf. Doch die Italiener hatten in Gianluigi Buffon einen starken Rückhalt. Er entschärfte Schüsse von Baros und Nedved, seinem Vereinskollegen von Juventus Turin. Als auch noch Innenverteidiger Alessandro Nesta verletzt ausgewechselt werden musste, schien das den Tschechen in die Karten zu spielen. Doch es kam anders. Kaum war in Nürnberg das 1:0 für Ghana gegen die USA gefallen, schraubte sich der gerade eingewechselte Materazzi bei einer Ecke von Totti am höchsten und erzielte per Kopf mit der ersten Chance der Italiener die Führung.

Die Italiener waren in der zweiten Halbzeit drückend überlegen und hätten durch Totti, Camoranesi und Inzaghi weitere Tore schießen können. Die Tschechen waren am Ende ihrer Kräfte. Der für den verletzten Christian Vieri nachnominierte Inzaghi setzte schließlich den Schlusspunkt.

"Black Stars" greifen nach den Sternen

WM 2006 - USA - Ghana

Enttäuschung bei den Fans der USA

Beflügelt vom Daumendrücken eines ganzen Kontinents schafften Ghanas Fußballer durch ein 2:1 gegen die USA aus eigener Kraft den Einzug ins WM-Achtelfinale. Haminu Draman und Kapitän Stephen Appiah mit einem Foulelfmeter sorgten vor 41.000 Zuschauern in Nürnberg für den historischen Erfolg des WM-Neulings. Das 100. Tor dieser Weltmeisterschaft durch Clint Dempsey zum zwischenzeitlichen Ausgleich reichte den USA nicht.

Die Amerikaner ärgerten sich aber über den Elfemeter, der zum 2:1 geführt hatte: "Der Elfer war der Knackpunkt, aber es war nie und nimmer einer", sagte etwa der Hannoveraner Steve Cherundolo. Sein Trainer Bruce Arena sah das genauso: "Wenn man bei jeder Berührung im Strafraum pfeifen würde, gäbe es in jedem Spiel 15 Elfmeter. Es ist sehr hart, damit fertig zu werden."

Im Achtelfinale wird Ghana Mickael Essien fehlen. Der für 38 Millionen Euro von Olympique Lyon zum FC Chelsea gewechselte Superstar sah schon in der sechsten Minute von Schiedsrichter Markus Merk aus Otterbach seine zweite Gelbe Karte und ist am Dienstag in Dortmund im Spiel gegen Brasilien damit gesperrt.

Als Ghana in der zweiten Halbzeit allzu leichtfertig verteidigte, hätten McBride mit einem Hechtkopfball an den Pfosten sowie Carlos Bocanegra und Onyewu den Spieß fast noch umgedreht. Doch mit etwas Glück retteten die Ghanaer ihren Vorsprung und schafften als dritte afrikanische Mannschaft nach Kameroun 1990 und Senegal 2002 den Sprung ins Achtelfinale.

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