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Europa/Zentralasien

Afghanistan: Wahlberichterstattung

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Mit einer objektiven und adäquaten Wahlberichterstattung können Journalisten ihre Unabhängigkeit vor, während und auch nach einer Wahl beweisen. Sie erfüllen so ihre verantwortungsvolle Rolle, die Menschen Afghanistans jenseits von ethnischen Interessen optimal zu informieren. Bei über 40 Kandidaten, die sich der Wahl stellen, fällt es allen - Wählern und Journalisten - schwer, die Übersicht zu behalten. Außerdem sind freie Wahlen in Afghanistan noch nicht selbstverständlich und für viele eine völlig neue Erfahrung, auch für die Medienkollegen.

Jahresrückblick 2004 Oktober Wahlen Afghanistan

„Wir müssen in Zukunft mehr darauf achten, welches Programm die Kandidaten für die Bevölkerung bieten und nicht nur, welche soziale Herkunft, welchen ethnischen Hintergrund und welche Machtbasis sie haben“. Mit diesen Worten bringt einer der Teilnehmers den beruflichen Anspruch auf den Punkt. Diese Erkenntnis ist ein Ergebnis des Trainings, welches die DW-AKADEMIE gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem NCPR, National Center for Political Research, in Kabul und auch in Deutschland angeboten hat.

In drei Modulen setzten sich die Teilnehmer mit den theoretischen Grundlagen einer fairen ausgewogenen und unparteiischen Berichterstattung auseinander. Sie diskutierten mit Professoren und Dozenten der Universität Kabul und rundeten ihr Wissen mit Exkursionen ab. Am Tag der Europawahl 2009 waren sie beispielsweise in Deutschland beim MDR in Leipzig/Halle und erlebten dort hautnah die Wahlberichterstattung. „Wir haben gesehen, wie zerstört Deutschland im Zweiten Weltkrieg war und wir haben gesehen, wie weit Deutschland heute ist, sowohl als Wohlstandsgesellschaft als auch als funktionierende Demokratie. Das gibt uns Hoffnung für unser Land, auch wenn wir wissen, dass das noch ein langer Weg für uns ist“, kommentiert einer der Teilnehmer die Erfahrungen in Deutschland.