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Politik & Gesellschaft

"Afghanistan-Krieg verändert Deutschland"

Vor der Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr stellt Verteidigungsminister de Maizière Veränderungen in der Gesellschaft fest. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Streitkräften hat sich gewandelt.

Porträt de Maiziere (Foto:AP/dapd)

"Durch den Einsatz sind die Deutschen mit dem Krieg konfrontiert"

Nicht nur die Bundeswehr, sondern die gesamte deutsche Gesellschaft habe sich verändert, sagte Verteidigungsminister Thomas De Maizière in einem Interview des Norddeutschen Rundfunks.

Die Bürger seien durch das Bundeswehrengagement am Hindukusch mit der vollen Ernsthaftigkeit von Krieg und Frieden konfrontiert. Daher werde anders diskutiert als früher.

Anerkennung für die Soldaten

Die von Friedensaktivisten und Antimilitaristen vor allem in den 80er Jahren verwendete Parole "Soldaten sind Mörder" finde man heute nicht mehr an Hauswänden. Die Leistung der Bundeswehrsoldaten werde anerkannt und gewürdigt.

Zum Plan, bis Ende 2014 alle deutschen Kampftruppen aus Afghanistan abzuziehen, sagte de Maizière, er halte dieses Ziel "nicht für sicher, aber realistisch".

Experten bleiben auch nach einem Abzug

Der Regierung in Kabul sichert er abermals Unterstützung über den Abzugstermin hinaus zu. "Wir lassen das Land nicht allein", so der CDU-Politiker im Zweiten Deutschen Fernsehen. Mit Geld, Soldaten und wahrscheinlich auch Polizisten wolle man bei der Ausbildung von einheimischen Kräften helfen. Eine genaue Größenordnung nannte der Minister nicht.

Der Bundestag entscheidet heute über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats um ein Jahr sowie über die Verringerung der personellen Obergrenze für den vor zehn Jahren gestarteten Militäreinsatz auf 4.900 Mann. Eine breite Zustimmung gilt als sicher.

uh/SC (dapd, afp,dpa)

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