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Aktuell Asien

Afghane tötet ISAF-Soldaten

Im Süden Afghanistans sind drei US-Soldaten von einem einheimischen Mitarbeiter ihres Stützpunktes erschossen worden. Immer häufiger werden ISAF-Soldaten von solchen "Innentätern" attackiert.

Der tödliche Anschlag auf die Soldaten ereignete sich im Distrikt Garmser in der Provinz Helmand. Es sei unklar, wie der in zivil gekleidete Afghane in den Besitz der Waffe gekommen sei, mit der er das Feuer auf die Soldaten eröffnet habe, sagte ein ISAF-Sprecher an diesem Samstag. Der Mann sei autorisiert gewesen, auf dem von der NATO und afghanischer Armee geteilten Stützpunkt zu arbeiten, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass er Soldat sei.

In den Hinterhalt gelockt

Der Angriff ereignete sich bereits am Freitag - und damit am selben Tag, an dem ein afghanischer Polizist im Bezirk Sangin in Helmand drei US-Soldaten erschoss. Nach Angaben der örtlichen Behörden hatte der Polizist zum muslimischen Fastenmonat Ramadan vier ausländische Soldaten zu einem Frühstück vor Sonnenaufgang eingeladen. Später eröffnete er demnach das Feuer, erschoss drei von ihnen, verletzte den vierten und floh.

US-Soldaten auf dem Militärstützpunkt in Garmser (Archivfoto: Getty Images)

US-Soldaten auf dem Stützpunkt in Garmser: Bis 2014 sollen auch sie abziehen

Gefährliche Innentäter

ISAF-Soldaten werden immer häufiger von afghanischen Soldaten oder Polizisten - oder Angreifern, die sich Uniformen besorgt haben - attackiert. Die Angriffe solcher sogenannten "Innentäter" sind ein schwerer Schlag gegen die Bemühungen, ein Vertrauensverhältnis zwischen internationalen Truppen und afghanischer Armee herzustellen. Eine enge Zusammenarbeit ausländischer und afghanischer Soldaten ist Kernstück der NATO-Strategie zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte bis Ende 2014. Bis zu diesem Datum will die NATO ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beendet haben. Dann sollen auch die meisten ausländischen Soldaten aus dem Land abgezogen worden sein.

pg/wa (afp, rtr)