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Adventskalender

Advent

Zur Weihnachtszeit gehören auch Weihnachtsgedichte. Heute haben wir für euch eins von Rainer Maria Rilke herausgesucht, einem der bekanntesten deutschen Dichter.

Leuchtender Christbaum am Abend.

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

Streckt sie die Zweige hin - bereit,

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

etwas treiben – etwas dazu bewegen, sich in eine Richtung zu bewegen

Flockenherde, die – hier: eine große Gruppe von Schneeflocken

Hirte, der – jemand, der auf Tiere (z. B. Schafe) aufpasst

etwas ahnen – etwas vermuten; das Gefühl haben, dass etwas bald passieren wird

fromm – sehr religiös

lichterheilig – hier poetisch : so dass etwas religiös verehrt wird und mit Lichtern geschmückt ist

lauschen – jemandem oder etwas konzentriert zuhören

wehrt dem Wind – hier: lässt sich nicht vom Wind umwehen

Habt ihr auch schon einmal ein Gedicht geschrieben? Jetzt ist eure Gelegenheit: Wir warten auf eure Weihnachtsgedichte! Die schönsten werden wir auf Facebook posten. Um uns zu schreiben, müsst ihr einfach nur auf den unten stehenden Link klicken.