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Wirtschaft

Ackermann fordert globalen Rat der Weisen

Als Reaktion auf die Immobilienkrise hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann eine Art Sachverständigenrat zur Begutachtung der internationalen Finanzmärkte gefordert. Im Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" regte Ackermann die Einrichtung einer "Gruppe weiser Männer und Frauen" an, "die etwa im Rahmen des Internationalen Währungsfonds die Entwicklung an den Finanzmärkten beobachten und bei Gefahr im Verzug Alarm schlagen." Die Übertreibungen im Subprime-Bereich seien in den letzten sechs bis zwölf Monaten vor Ausbruch der Krise erfolgt, wird Ackermann zitiert: "Hätte zwölf Monate vorher eine unumstrittene Autorität gesagt 'Macht bei diesem Kreditgeschäft jetzt mal langsamer und beurteilt die Risiken neu', wäre sicher manches anders gekommen." Wenig hält der Deutsche-Bank-Chef dagegen vom Vorschlag der Bundesbank, die Banken sollten künftig einen Teil der Kredite in den Büchern halten müssen, um sie besser kontrollieren zu können: "Das würde das Wachstum des Kreditgeschäfts erheblich verlangsamen und damit die ganze Volkswirtschaft beeinträchtigen."