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Fußball

Achtelfinal-Auftakt für deutsche Nordklubs

In der Europa League steht das Achtelfinale an. Dort sind mit Bremen, Hamburg und Wolfsburg noch drei deutsche Vereine vertreten. Damit hat die Bundesliga mehr Klubs im Rennen als alle anderen Nationen.

Claudio Pizarro (li) und Mesut Özil feiern den Treffer gegen Enschede (Foto: AP Photo)

Heiß auf Tore: Werder Bremen

Das schwerste Los hat Bremen erwischt: Werder muss gegen den spanischen Vertreter FC Valencia antreten. Die Bremer haben gute Erinnerungen an den FC Valencia, denn vor sechs Jahren setzte sich Bremen in der Champions League klar mit zwei Siegen gegen den sechsmaligen spanischen Meister durch. Aktuell ist Bremen in der Liga nicht ganz so effektiv, beim VfB Stuttgart geriet Werder am letzten Spieltag zunächst sogar mit 0:2 in Rückstand, erreichte dann aber noch ein Unentschieden. Das hat Kraft und Nerven gekostet, gesteht Werder-Trainer Thomas Schaaf: "Das ist ja auch immer mit einem großen Aufwand verbunden. Mir ist es lieber, ich bin von Anfang an da und kann die Dinge richtig regeln."

Dass sie Tore schießen können auf internationaler Bühne, haben die Bremer diese Saison schon unter Beweis gestellt: Mit 21 erzielten Treffern sind sie die torhungrigste Mannschaft in der Europa League und haben mit Claudio Pizarro den Top-Torschützen in den eigenen Reihen: Der Peruaner erzielte in 512 Spielminuten bereits acht Treffer.

HSV vor Jubiläumstor

Die Hamburger Arena als Panoramabild von oben (Foto: FIFA, 2005)

In Hamburg findet das Europa League-Finale statt

Noch sechs Spiele sind es bis zum Finale in Hamburg (12.05.2010) und auch der Hamburger SV mischt noch immer kräftig mit im Titelrennen. Die nächste Hürde auf dem Weg zum Finale im eigenen Stadion ist der "Royal Sporting Club" (RSC) Anderlecht. Wie die Bremer haben auch die Hamburger gute Erinnerungen an ihren Achtelfinalgegner: Hamburg und Anderlecht standen sich im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1977 gegenüber. Hamburg holte damals den Titel.

Das nächste Tor ist das 400. Europapokaltor und das sollte am besten zu Hause fallen, wo der HSV seit fünf Europapokalspielen ungeschlagen ist, findet auch HSV-Kapitän David Jarolim: "Wir wollen zu Null spielen und bestenfalls das eine oder andere Tor machen. Es wird ein schönes Spiel sein." Die Hamburger Hoffnungen ruhen dabei erneut auf Stürmer Ruud van Nistelrooy, der seine Oberschenkelverletzung auskuriert hat und in die Startelf drängt.

Wolfsburg schreibt Vereinsgeschichte

Wolfsburgs Grafite jubelt über sein Tor. (Foto: dpa)

Grafite fällt aus

Noch nie zuvor ist der VfL Wolfsburg so weit gekommen im internationalen Geschäft – übrigens genauso wie sein Achtelfinalgegner, der zweimalige russische Meister Rubin Kasan. Beide Teams sind also zum ersten Mal in der Runde der letzten 16 dabei, sie treffen zum ersten Mal aufeinander. Mit vier Siegen aus den letzten vier Spielen reist der Deutsche Meister nach Russland, hat aber ernorme Personalsorgen, wie Trainer Lorenz-Günther Köstner bedauert. "Selbstverständlich ist durch die Siegesserie einiges leichter. Aber durch die Ausfälle wird es nicht so einfach. Die vielen Spiele fordern natürlich auch ihren Tribut." Bundesliga-Torschützenkönig Grafite und Abwehrchef Andrea Barzagli fallen aus, auch Innenverteidiger Jan Simunek wird nicht fit. "Es macht keinen Sinn, ihn mit Gewalt mitzunehmen", sagt Köstner, der gezwungenermaßen zwei Spieler aus dem Regionalligateam nominiert hat.

Die Achtelfinalrückspiele für die drei norddeutschen Bundesligavereine finden am 18. März statt. Am darauffolgenden Tag werden die Viertelfinalpartien ausgelost.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Stefan Nestler

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