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Welt

AC/DC-Schlagzeuger Rudd bekennt sich schuldig

Paukenschlag eines Drummers: AC/DC-Mitglied Rudd gesteht vor Gericht eine Mordrohung und den Besitz von Drogen. Ihm drohen sieben Jahre Gefängnis. Rudd ist sozusagen auf dem "Highway to Hell".

Vor Beginn des Prozesses hatte Phil Rudd, der Schlagzeuger der legendären australischen Hardrock-Band AC/DC, die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vehement bestritten. Am ersten Tag des Gerichtsverfahrens in der neuseeländischen Stadt Tauranga kommt die Wende: der 60-Jährige legte überraschend ein Geständnis ab.

Strafmaß im Juni

Ja, er habe einem Handwerker, der für ihn gearbeitet hatte, gedroht, ihn umzubringen. Und ja, er habe synthetische Drogen und Cannabis in seinem Haus versteckt gehabt, sagte Rudd, der seit 1983 in Neuseeland lebt und in Tauranga ein Restaurant betreibt. Damit räumte der Rockstar die Vorwürfe der Anklage in vollem Umfang ein. Nach dem Geständnis vertagte sich das Gericht bis zu Verkündung des Strafmaßes im Juni. Rudd bleibt bis dahin auf freiem Fuß. Bei einer Verurteilung drohen im sieben Jahre Haft.

AC/DC-Auftritt bei der Grammy-Verleihung 2015 in Los Angeles (Foto: Getty Images)

AC/DC-Auftritt bei der Grammy-Verleihung 2015 in Los Angeles

Legenden des Hardrock

AC/DC gehört mit 200 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Rockbands der Musikgeschichte. Sie wurde vor mehr als 40 Jahren in Australien von den Brüdern Malcolm und Angus Young gegründet. Malcolm (62) stieg im vergangenen Jahr aus. Er leidet an Demenz und lebt in einem Heim.

Rudd gehörte zu den Gründungsmitgliedern, zog sich 1983 aber wegen persönlicher Probleme zurück. 1994 kehrte Rudd wieder zu AC/DC zurück.

An der bevorstehenden Welttournee der Band wird Rudd nicht teilnehmen. Hinter den Drums wird Chris Slade sitzen. Ob die Trennung von AC/DC und Rudd endgültig ist, steht noch nicht fest. Am 8. Mai spielt die Band laut Tournee-Plan in Nürnberg und anschließend bis Juli in acht weiteren deutschen Städten.

wl/qu (ape, afpe, dpa)