1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Abwärtstrend an den Börsen hält an

Wegen weltweiter Rezessionsängste befinden sich die Börsen weiter im Sinkflug. Sowohl der Deutsche Aktienindex als auch der US-Leitindex Dow Jones rutschten erneut ins Minus - wenn auch nicht ganz so weit wie befürchtet.

Händler telefoniert vor einem Börsenchart (Foto: dapd)

Die Wertpapierhändler sind momentan in Verkaufslaune

Zum Wochenausklang sank der Dax am Freitag (19.08.2011) zeitweise um mehr als vier Prozent auf 5345 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit November 2009. Im Tagesverlauf verringerte der deutsche Leitindex dann aber seine Verluste und lag im elektronischen Handel zum Schluss bei 5480 Punkten, was einem Minus von 2,2 Prozent entsprach.

Auch anderswo in Europa gab es nur eine Richtung: nach unten. Der Footsie-100 in London gab am Freitagvormittag um rund drei Prozent nach und rutschte unter die symbolisch wichtige Marke von 5000 Punkten. In Paris gab der Index CAC-40 um 3,4 Prozent nach und landete damit unter der Marke von 3000 Punkten. Die Nervosität an den Märkten sei weiterhin hoch und die Reaktionen seien "schnell und heftig", sagte ein Londoner Analyst.

Ein wesentlicher Grund für die auf Tagessicht doch eher moderaten Abschläge in Europa dürften die Vorgaben aus den USA gewesen sein. An der New Yorker Wall Street sackte der Dow Jones nicht ganz so deutlich ab wie von vielen erwartet. Der wichtigste US-Börsenindex büßte 1,6 Prozent ein und ging schließlich mit 10.818 Zählern aus dem Handel.

Schwarzer Donnerstag

Plastikbär auf schiefer, nach unten zeigender Ebene vor der Börsenkurve (Foto: dpa)

Der Bär - Symbol für schlechte Börsenzeiten

Am "Schwarzen Donnerstag" war es zuvor sowohl in Amerika als auch in Europa zu massiven Verlusten gekommen. Auch an den Börsen in Asien gaben die Kurse daraufhin deutlich nach.

An der Wall Street hatte der Dow Jones am Donnerstag um 3,7 Prozent tiefer bei 10.991 Punkten geschlossen. Neben der Furcht vor einem langsameren Wirtschaftswachstum belasteten Spekulationen um die Finanzstärke europäischer Banken die Märkte.

Der Dax war sogar um 5,8 Prozent auf 5603 Punkte gesunken. Das war mit knapp sechs Prozent der größte Tagesverlust seit November 2008, dem Höhepunkt der Finanzkrise.

Längerfristiger Trend

Schon Ende Juli und Anfang August hatte eine schwarze Serie die internationalen Börsen in die Tiefe gerissen. Das Ausmaß der Kurseinbrüche hat mittlerweile das Niveau vom Herbst 2008 erreicht - also der Zeit nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers.

Seit Beginn der jüngsten Marktturbulenzen am 21. Juli brach der Dow Jones um 15 Prozent ein. Der Dax verlor seit Anfang August gut 20 Prozent an Wert.

Noch geben Beobachter keine Entwarnung. Sie warten jetzt auf das 35. wirtschaftspolitische Forum mit Vertretern der internationalen Notenbanken, das am nächsten Donnerstag in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming beginnt. Sollte es von dort keine guten Nachrichten geben, seien neue Tiefstände vorprogrammiert, hieß es.

Goldbarren und -nuggets (Foto: AP)

Gold steht hoch im Kurs

Goldpreis steigt weiter

Die Kursturbulenzen an den internationalen Finanzmärkten trieben den Goldpreis weiter in die Höhe. Er stieg am Freitag über die Marke von 1850 Dollar pro Feinunze und damit auf ein neues Rekordhoch.

Allein in der laufenden Woche legte Gold um gut 110 Dollar oder rund sechs Prozent zu. Seit dem 1. Juli stieg der Goldpreis um mehr als 25 Prozent zu.

Autor: Thomas Grimmer (dpa, dapd, afp)
Redaktion: Susanne Eickenfonder

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema